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Geschichten für den Herzverstand

Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Du da bist!
Auf dieser Seite findest Du in leicht verdaulichen Zeitabständen eine schöne Geschichte oder andere Beiträge.
Lass Deine Herzverstandesgeister schweifen und mögen Deine Erkenntnisse auf fruchtbaren Boden fallen und in Deinem Leben einen Platz finden.
Viel Freude dabei!

März 2015

Frühlingsgedichte von James Krüss

Es krokusst und es primelt
im Garten und am Bach.
Ein Spatzenpaar verkrümelt
sich selig unters Dach.

Nun wird sich alles wenden:
das Wetter und das Kleid.
Es duftet aller Enden
nach Frühlingsreinlichkeit.

Nun reimt sich westlich-östlich
so mancherlei auf 'Lieb',
das kleine Wort 'Vergib!

Nun küsst der Wal die Walin,
die Nerzin küsst den Nerz,
ein Herr küsst die Gemahlin,
Kroküsse küsst der März.

* * *

Wer im März
spazieren will,
was tut er? Was beginnt er?
Er jubelt: Frühl... Dann schweigt er still
und murmelt matt:
Frühlinter!

Sein Schuh im Matsch
macht quitsch und quatsch,
halb Frühling ist’s, halb Winter.

Ein bisschen plitsch, ein bisschen platsch,
von jedem was:
Frühlinter!

Wohin das zielt? Was das bezweckt?
Es kommt kein Mensch dahinter.

Wenn sich ein Kind mit Lust bedreckt,
dann frag nicht, was dahinter steckt.

Es ist März: Frühlinter!

(James Krüss)

* * * * *

Februar 2015

Buchtipps:
Die Kunst des klaren Denkens von Rolf Dobelli
52 Denkfehler die Sie besser anderen überlassen
Unser Gehirn ist für ein Leben als Jäger und Sammler optimiert. Heute leben wir in einer radikal anderen Welt. Das führt zu systematischen Denkfehlern - die verheerend sein können für Ihr Geld, Ihre Karriere, Ihr Glück. Wer weiß, wie leicht man sich irren kann, ist besser gewappnet: Rolf Dobelli nimmt die tückischsten "Denkfallen" unter die Lupe, in die wir immer wieder tappen. Und so erfahren wir,
- warum wir unser eigenes Wissen systematisch überschätzen (und andere für dümmer halten, als sie sind),
- warum etwas nicht deshalb richtiger wird, weil Millionen von Menschen es für richtig halten,
- warum wir Theorien nachhängen, selbst wenn sie nachweislich falsch sind.
Rolf Dobellis Texte sind nicht nur inhaltlich ausgesprochen bereichernd, sie sind ein echtes Lesevergnügen.

Die Kunst des klaren Handelns
von Rolf Dobelli
52 Irrwege die Sie bsser anderen überlassen
Unzählige Leser begeistern sich für Rolf Dobellis gescheite Texte über unsere häufigsten Denkfehler. Doch wer Dobellis Ratschläge zum klaren Denken beherzigt, ist noch lange nicht aus dem Schneider, denn auf dem Weg vom Denken zum Handeln lauern weitere Fallstricke. Glücklicherweise kann man die umgehen - wenn man weiß, wie. Genau das verrät "Die Kunst des klugen Handelns": In 52 Kapiteln zeigt Dobelli, warum es sich lohnt, Türen zu schließen und auf Optionen zu verzichten, warum Informationsüberfluss zu unklugem Handeln anstiftet, warum Geld stets in emotionale Kleider gehüllt ist und wir es darum oft unbedacht ausgeben.
Rolf Dobelli gibt Ihnen das nötige Rüstzeug: Schlagen Sie nicht jeden Irrweg ein, nur weil andere ihn gehen. Lernen Sie aus den Fehlern, die andere freundlicherweise für Sie machen. Denken Sie klar und handeln Sie klug!

Erhältlich in der Buchhandlung im Maifeld in der Obertorstraße 26
buecher.maifeld@t-online.de
Internet Bücher-Filiale:
www.buecher-maifeld.shop-asp.de

* * * * *

Aus einer Redes des Dalai Lama, Sommer 2014 in Deutschland
'Manchmal denke ich, es wäre besser, es gäbe keine Religion.
...eigentlich brauchen wir keine Tempel oder Kirchen, keine Moscheen oder Synagogen,
keine komplizierte Philosophie, keine Doktrin, kein Dogma.
Unser Herz, unser Geist - das ist der Tempel. Mitgefühl ist die Doktrin.
... es kommt an auf die Liebe zu anderen, Respekt vor ihrer Würde und ihren Rechten,
gleichgültig wer oder was wir sind.'

* * * * *

Januar 2015

In der Gemeinschaft ist es leicht, nach fremden Vorstellungen zu leben.
In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben.
Aber bemerkenswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt.


Ralph Waldo Emerson

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Dezember 2014

Was ist Liebe?
Du musst niemanden beeindrucken, nie wieder.
Du fühlst dich in der Welt einfach wohl,
du verlangst von niemandem mehr etwas.
Wenn deine Wünsche nicht erfüllt werden, macht dich das nicht unglücklich.
Wenn du dich vor niemandem mehr verteidigen musst,
fühlst du dich auch nicht mehr dazu gezwungen, dich zu entschuldigen.
Noch nicht einmal, dich zu erklären.
Du musst niemand mehr beeindrucken.
Du belastest dich nicht damit, was andere sagen oder denken.
Es macht dir nichts aus, es trifft dich nicht.
Dann wird die Liebe beginnen.
Aber erst dann.

(Anthony de Mello)

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November 2014

Im November kann man ihn gut gebrauchen und immer auch mal wieder zwischendurch.
Erinnerst Du Dich... an den guten alten Song von Bobby McFerrin
Don't worry be happy
Auf dem Video zu sehen mit dem unvergleichlichen Robin Williams der im August diesen Jahres
unsere Welt viel zu früh verlassen hat.
Denk dran, bei Schwierigkeiten geht alles mit einem Liedchen auf den Lippen besser von der Hand...
in Memory Robin...




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Oktober 2014

Et rheinisch Jrundjesetz, auch et kölsche (= kölnische) Jrundjesetz, ist eine Zusammenstellung elf mundartlicher Redensarten aus dem Rheinland. Die Autoren sind, wie auch die Entstehungszeit, unbekannt geblieben. In dem Buch „Et kütt wie et kütt – Das Rheinische Grundgesetz“ von Konrad Beikircher (Köln 2001) wurden die Redensarten erstmals zusammengefügt.
Und da das Rheinländische, das Rheingauerische, das Eiflerische... alle zu den moselfränkischen Dialekten gehören, nenn ich es hier...

Et moselfränkisch Jrundjesetz
Eine Sammlung 4000 Jahre alter chinesisch anmutender Weisheiten ...

Artikel 1: Et es wie et es.
Es ist, wie es ist. Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.

Artikel 2: Et kütt wie et kütt.
Es kommt, wie es kommt. Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.

Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange.
Es ist bisher noch immer gut gegangen. Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.

Artikel 4: Wat fott es, es fott.
Was fort ist, ist fort. Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.

Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.
Es bleibt nichts wie es war. Sei offen für Neuerungen.

Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit. Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen.

Artikel 7: Wat wells de maache?
Was willst du machen? Füg dich in dein Schicksal.

Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off.
Mach es gut, aber nicht zu oft. Qualität über Quantität.

Artikel 9: Wat soll dä Kwatsch/Käu?
Was soll das sinnlose Gerede? Stell immer die Universalfrage.

Artikel 10: Drinks de ejne met?
Trinkst du einen mit? Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.

Artikel 11: Do laachs de disch kapott.
Da lachst du dich kaputt. Bewahr dir eine gesunde Einstellung zum Humor.

Ergänzungen

Falls Artikel 3 einmal nicht zutreffen sollte:
Notstandsgesetz: Et hätt noch schlimmer kumme künne.
Es hätte noch schlimmer kommen können.

Wohlstandsgesetz: Mer muss och jünne könne!
Man muss auch gönnen können. Sei weder neidisch noch missgünstig!

Anti-Stress-Gesetz: Mer muss sisch och jet jünne könne!
Man muss sich auch etwas gönnen können. Nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist.
Oder: Das Gebot zur Nächstenliebe bedeutet nicht, dass man den eigenen Körper und Geist lieblos behandeln soll.

Mäht nix!
(Es) Macht nichts.

Jede Jeck is anders!
Jeder Narr ist anders! Übe Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber, im Wissen um die eigene Unvollkommenheit.

Hammer immer su jemaat! Haben wir immer so gemacht!

Levve und levve losse! Leben und leben lassen!

Nit alles wat en Loch hät is kapott! Nicht alles was ein Loch hat ist kaputt!
Lass dich vom desolaten Zustand einer Sache nicht täuschen! Es gibt aber auch eine sexuelle Interpretation dazu.

(gefunden auf Wikipedia)

* * * * *

September 2014

Preisfrage*: Was ist ein Eifler?
Ein Schnitzel oder ein sagenumwobenes Wildwesen?

*Der Gewinner der Auslosung unter allen richtigen Einsendungen erhält eine kostenlose Teilnahmeberechtigung bei einem Aktions- und Arbeitseinsatz unseres 'WIR in Münstermaifeld' Vereins.

Antwort:
Beides ist richtig:
Die absolute Besonderheit der Speisekarte ist das patentierte (!) 'Eifler Schnitzel',
eine von vielen hauseigenen Kreationen in Löffels Landhaus
bei der verschiedenste Zutaten wie hochwertigste Fleisch- und Fischspezialitäten, aber auch vegetarische Delikatessen,
in frisch geriebenen Eifler Kartoffeln eingepackt und in reinem Rapsöl knusprig ausgebacken werden.

Ein Eifler ist ein sagenumwobenes Wildwesen,
gestählt auf kargem Acker, hart im Nehmen, knapp im Geben- zumindest was sein Kommunikationsverhalten betrifft.
Und wenn er doch mal spricht und ganze Sätze wagt, dann kündet sein Akzent,
den zu verbergen er nie lernte, von seiner hinterwäldlerischen Hügelherkunft.
Lässt man das Klischee beiseite und lernt den Eifler persönlich kennen, so zeigt sich der wunderbar wilde und vielfältige Genpool
von Germanen, Kelten, Römern, Franken und Franzosen, eben von Allen die hier in unserer schönen Gegend einst lagerten.
(Gefunden in 'Et jit net jerannt, Fritz-Peter Linden, auf Seite 166')

* * * * *

August 2014

Et jit net jerannt!
-Gasammelte Eifel-Einsichten-
Ein sehr empfehlenswertes Buch mit Weisheiten aus der Eifel und rund um die Eifelkeiten.
Es fing alles ganz harmlos an: Im Mai 2010 startete der Trierische Volksfreund im Eifeler Lokalteil seine samstägliche Seite mit Geschichten aus der Region. Fester Bestandteil: die Kolumne unter dem Titel »Eifel-Einsichten« von Fritz-Peter Linden. Schon bald darauf zeigte sich: Die kleine Wochenpost – mit dem mahnenden Schlusssatz »Et jit net jerannt!« – erfreute sich bei den Lesern einer unerwarteten und über die Anfangsmonate hinaus anhaltenden Popularität. Was ihren Verfasser natürlich zum Weiterschreiben anspornte. Und irgendwann begannen die Leser, nach einem Buch zu rufen. Bittesehr: Dieser Band versammelt alle bisher veröffentlichten »Einsichten« bis November 2011und noch ein paar verschollene oder neue Extras, darunter eine Reihe von Zeichnungen aus der Hand des Verfassers. »Fritz-Peter Linden ist der einzige Printjournalist der Welt, der wörtlich zitieren kann und betreibt für den Trierischen Volksfreund – weitgehend unbemerkt – Qualitätsjournalismus. ... Wenn er schlau wäre, dann wäre er längst nach Berlin oder Hamburg in irgendso ein Mistblatt gegangen wie Spiegel oder so. Aber das ist viel schöner, wenn er da unerwartet Qualitätsjournalismus betreibt und heimatverliebte kleine Glossen schreibt.« Harry Rowohlt

Erhältlich bei
Buchhandlung im Maifeld
Ulrike Elz-Eichler
Münstermaifeld, Obertorstr. 26

02605-847804
buecher.maifeld@t-online.de

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Sommer 2014

In jedem Urlaub werden Millionen Deutsche zu Ausländern.
(Kalenderspruch)

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Eine Fußballmannschaft fliegt nach Amerika
Aus Langeweile beginnen die Burschen, in der Maschine mit dem Leder zu spielen. Der Pilot kann die Maschine kaum noch halten und schickt den Funker nach hinten. Nach zwei Minuten ist absolute Ruhe.
“Wie hast du denn das gemacht?” , fragt der Pilot. Ich habe Ihnen gesagt: “Jungs, es ist so schönes Wetter draußen, spielt doch bitte vor der Tür!”

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Juni 2014

Eine Frage der Blickrichtung
Sherlock Holmes und Doktor Watson gingen zusammen zum Campen. Sie verbrachten einen wundervollen Tag in der freien Natur und wanderten durch die hügelreiche Landschaft.
Als es dämmerte errichteten sie ihr Zelt. Nachdem sie ein köstliches Mahl zubereitet und aufgegessen hatten, fielen sie beide müde in den Schlaf.
Sehr früh in der Nacht wachte Holmes auf, grunzte etwas und weckte seinen Assistenten mit einem leichten Stoß in die Rippen.
“Watson” sagte er. “Öffne schnell die Augen und schau hinauf zum Himmel. Was siehst du?”
Watson erwachte schlaftrunken.
“Ich sehe Sterne, Holmes.” antwortete er. “Unendlich viele Sterne.”
“Und was sagt dir das, Watson?” fragte Holmes.
Watson dachte für einen Augenblick nach.
“Tja Holmes, das sagt mir, dass dort draußen ungezählte Sterne und Galaxien sind und wahrscheinlich Milliarden von Planeten. Ich nehme deshalb an, dass doch eine ganze Menge gegen die Theorie spricht, dass wir allein im Universum sind. Ich schau hinauf in den Himmel und fühle mich demütig angesichts dieser unendlichen Weiten. Und was sagt es dir?”
“Watson, du bist ein Narr!” rief da Holmes.
“Mir sagt es, dass jemand unser Zelt gestohlen hat!”

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Mai 2014

Eines Tages ...

Schon gehört? Poetry Slam, das Vortragsformat, das innerhalb kürzester Zeit Inhalte auf den Punkt bringt.
Hier die schöne Poetry-Slammerei von Julia Engelmann
(nach Asaf Avidan, der weiter unten im darauf folgenden Video zu sehen und zu hören ist)

 

WIR meinen: 'Oh Baby, lass uns Dopamin verschwenden!'

 


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Frühling 2014

Wie sagt man so schön: Alles neu macht der Mai... und der findet in diesem Jahr schon im März statt.
Bekanntlich wurden sogar schon die ersten Kartoffeln geerntet (siehe Rhein-Zeitung vom 27.3.2014)
Damit man mehr Zeit für das schöne Wetter hat und die lieben Kontakte ausgiebiger pflegen kann,
plädieren WIR in diesem elften Beitrag für eine

Vereinfachung der deutschen Sprache in nur 5 Schritten!

Erster Schritt
Wegfall der Großschreibung
einer sofortigen einführung steht nichts mehr im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.

zweiter schritt
wegfall der dehnungen und schärfungen
diese masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt

driter schrit
v und ph ersetzt durch f,
z ersetzt durch s,
sch verkürtzt auf s
das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden

firter srit
g, c und ch ersetst durch k,
j und y ersetst durch i
ietst sind son seks bukstaben auskesaltet, di sulseit kann sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden, anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi oder auk reknen mer kepflekt werden.

fünfter srit:
wekfal fon ä-, ö- und ü-seiken
ales uberflusike ist ietst auskemertst, die otokrafi wider slikt und einfak. naturlik benotikt es einike seit, bis diese fereinfakung uberal riktik ferdaut ist, fileikt ein bis swei iare. anslisend durfte als nekstes sil di fereinfakung der nok swirikeren und unsinikeren kramatik anfisirt werden.

fil spas wunst dir martina!

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März 2014

Kurioses aus der Musik- und Weltgeschichte

Der Kanadier Boujemaa Razgui ist ein international renommierter Flötenvirtuose.
Zu seinem Instrumentarium gehören auch diverse exotische Holzblasinstrumente, die er selbst aus Bambus angefertigt hat. Am New Yorker Flughafen JFK setzten sie kürzlich die Zollbehörden in Alarmbereitschaft:
Sie stuften Razguis Flöten bei seiner Einreise als Gefahr für die nationale Sicherheit ein, berichtet der "Boston Globe".
Wer den gezielten und massenhaften Einsatz ethnischer Blasinstrumente in deutschen Fußgängerzonen zur Weihnachtszeit erlebt hat, der mag dieser Einschätzung spontan zustimmen. Auch lässt sich nicht ausschließen, dass die Flöten zu Blasrohren umfunktioniert werden könnten - obwohl es in den USA relativ einfach sein dürfte, sich vor Ort effektivere Waffen zu besorgen.
Allerdings sahen die Zollbeamten in den Instrumenten ein ganz anderes Gefahrenpotenzial:
Die Natur-Rohrflöten seien illegale Agrarprodukte und bedrohten deshalb die Gesundheit der Vereinigten Staaten.
Deshalb mussten die Instrumente natürlich sofort zerstört werden, bevor sie irgendeinen Schaden anrichten konnten, so die Behörde. Da änderte auch die Tatsache nichts daran, dass Razgui seit Jahren mit den Flöten um die Welt gereist war, ohne irgendwelche Epidemien auszulösen oder Parasiten einzuschleppen.
Gefunden bei tagesschau.de

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Menschen wie WIR

 

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Februar 2014

Der achte Beitrag hat einen Rat für Dich
Ein Mann kam ins Paradies und setzte sich, ohne sich dessen bewusst zu sein, unter einen Baum, der Wünsche erfüllen kann. Da er müde war, schlief er erst eine Weile. Als er aufwachte, fühlte er sich hungrig und wünschte sich, er hätte etwas zu essen. Sogleich tauchten aus dem Nichts die köstlichstes Speisen auf und schwebten zu ihm heran. Da er so hungrig war, fragte er sich nicht lange, wie das geschehen konnte, sondern begann zu essen. Als er satt war, bemerkte er, dass er auch Durst hatte, und wünschte sich etwas zu trinken. Schon war der Wein da. Nachdem er auch den Durst gelöscht hatte, begann er sich endlich zu wundern:
‚irgendetwas stimmt doch hier nicht, das geht ja nicht mit rechten Dingen zu, vielleicht gibt es hier gar Geister!‘
Und schon waren sie da! Sie sahen furchterregend aus, und er dachte: ‚Sie werden mich sicher umbringen.‘ Und so geschah es denn auch.
‘‘GLG‘‘     
Deine Martina
... und immer daran denken: Hüte Dich vor Deinen Gedanken, denn sie könnten in Erfüllung gehen.

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Januar 2014

Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier
Wenn die Dinge im Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, dann erinnere Dich an den ’Blumentopf und das Bier’
Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

  • Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte, und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.
  • Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig: ’Ja.’
  • Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

’Nun’, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, ’ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen.

  • Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.
  • Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto.
  • Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten.

Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben’, fuhr der Professor fort, ’hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.’

Einer der Studenten ob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren solle.
Der Professor schmunzelte: ’Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dazu da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.’
(aus WIWI-Treff, http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=5&ukatid=5&sid=512&artikelid=1700&pagenr=0)

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Silvester 2013

Das legendäre Whisky-Kuchen-Rezept http://cdn-cf.aol.com/se/clip_art/gstres/celebrte/celeb-gift
Man nehme: 1Tasse Wasser, 1Tasse Zucker, 1Tasse braunen Zucker, 2Tassen getrocknete Früchte, 1Tl.Backpulver, 1Tl Salz, 1Hand voll Nüsse, 1Zitone und 1 Liter Whisky

Zubereitung:
Koste zuerst den Whisky und überprüfe seine Qualität. Nimm danach eine große Rührschüssel zur Hand.
Währenddessen probiere nochmals den Whisky und überzeuge Dich davon, dass seine Qualität auch wirklich Deinen Ansprüchen genügt.
Genieße dazu eine Tasse randvoll und trinke sie aus. Wiederhole diesen Vorgang mehrere Male.   

Schalte den Mixer an und schlage die Butter in der Rühüerschüüssel flaumig weich. Füge einen Löffel Zucker hinzu.
Überprüfe ob der Whitzky noch in Ordnung ist.

Mixen den Schalter aus. Breche 2Eier aus und zwar in die Schssel. Hau jetzt die schrumpligen Frchte rein.
Schalte den Schixer an. Wenn das blöde Obst im Trixer stecken bleibt, versuch des mit `nem Traubenzieher.
Überprüfe den Witzzzzky auf seine Konsistenzzzz......

Jetzt schmeiß die Zitrone in den Hixer und drücke Deine  Nüsse aus. Fügen eine Tasse, Du weißt schon was, hinzu.
Zucker, alles! Was auch immer....... rein damit.

Fette den Ofen ein. Dreh ihn um 350 Grad. Schlag den Mixer, bis er ausgeht.
Werf die Rührschüsssssel endlich ausm Fenster und ürberprüfff den Geschmack des üüübrrrrrigen abgestandenen Whiiiiisys.

Ok, allllles riichdig gemacht. Am besssdn Du gehst jetzt ns Bett und pfeifst auf den Kuuuchn!
Bis zum nächsten Jahr solltest Du Dich soweit erholt haben, dass Du das Rezept nochmal probieren kannst!
Auf eventuelle Verbesserungsvorschläge sind wir sehr gespannt.

Alles Gute:

Martina & Gavin

* * * * *

Weihnachten 2013

* * *

Jedesmal, wenn zwei Menschen einander verzeihen ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr beschließt ehrlich zu leben, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn du versuchst, deinem Leben einen neuen Sinn zu geben, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr einander anseht mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Liebe.
Denn es ist geboren der Frieden.
Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Denn es ist geboren die Hoffnung.
Denn es ist geboren die Freude


* * * * *

 

18.12. 2013

Was das Glücksgefühl sagt:
“Ich kann zwar schreien und springen,
doch meist komme ich still daher. Ohne große Worte, ohne demonstrative Aktivitäten.
Ich bin da und breite mich im Menschen aus. Manchmal werde ich zu einer Grundstimmung
und richte mich für längere Zeit ein. Natürlich kann ich auch aufflammen.
In manchen Glücksmomenten, z.B. bei einem unerwarteten Liebesglück.
Die Menschen suchen mich und erwarten, dass ich für immer bleibe.
Sie sind dabei oft sehr verkrampft und strengen sich entsetzlich an.
Dann drück ich mich lieber an ihrer Türe vorbei.
Manchmal komme ich aber auch unverhofft einfach so vorbei.
Aber bloßes warten auf mich bringt sich gar nichts.
Die Menschen sollten schon in Bewegung kommen und Platz für mich schaffen.
Zum Beispiel sich bewegen. Gemeinsam mit anderen.
Oder sich um ihre Familie, Partnerschaft und Freunde kümmern.
Ich komme gerne zu Menschen, die mich in die Hand nehmen und aktiv mit mir arbeiten.
Ich freue mich, wenn Menschen sich freuen und die Dinge machen,
egal ob Beruflich, oder sonst so, die sie gerne machen, ja dann komme ich gerne vorbei.
Ich liebe es sozusagen, wenn die Menschen neugierig sind, experimentierfreudig und offen für Neues sind.
Das Wichtigste ist, mich einzuladen.
Damit ich die Menschen besuche, brauchen sie Achtsamkeit. Ich klopfe oft leise an -
und werde oft überhört.
Besonders gerne bin ich bei Menschen, die sich nicht anstrengen. Ich genüge mir selbst.
Manchmal werde ich auch verwechselt.
Mit Lottoglück, oder dem Zufall. Glück gehabt, sagen die Menschen dann.
Angst habe ich vor Drogen oder Druck. Da fliehe ich sofort.
Druck engt mich ein und nimmt mir die Luft zum atmen.
Ich brauche Weite und Gelassenheit.
Ja, manchmal auch eine gewisse Spannung.
Diese muss aber in sich federn, und darf nicht durch Druck aufgebaut sein,
sondern schwingt frei und fein.
Auch du darfst mich einladen,
immer und immer wieder….”

* * * * *

29.11.2013

Der dritte Beitrag erzählt...... Das Märchen vom fröhlichen König
Es war einmal ein fröhlicher König. Er wohnte mit seiner König und seiner schönen Tochter in einem  herrlichen Schloss, das mitten in einem großen Garten stand. Da gab es zierliche Beete und bunte Blumen, und rings an den
Wegen standen Eiben und Buchsbäume, die zu allerlei lustigen Figuren zurechtgestutzt waren. Auch war mitten im Garten ein Springbrunnen, in dessen Becken steinerne Zwerge saßen, die sehr komisch aussahen. Man nannte ihn den Brunnen der Fröhlichkeit; denn wenn das Wasser aus der Höhe auf die Steinfiguren herunter plätscherte, klang es, als ob in jedem Winkel des Gartens jemand lachte.
Der fröhliche König lebte glücklich und vergnügt in seinem Schloss, bis eines Tages eine Sippe böser Riesen aus dem Wald herunterstapfte und in den Garten einbrach. Diesen Riesen konnte man ansehen, dass sie ihr Leben lang noch nie gelacht hatten. Sie machten so grimmige Gesichter, dassalle im Schloss Hals über Kopf davonrannten, auch der König mit seiner Königin und der schönen Tochter. Sie liefen, so schnell sie konnten, auf die andere Seite des Tals, wo sie ein Bauer aufnahm, der oben auf der Höhe seinen Hof hatte.
Hier saß nun der König, der gar nicht mehr fröhlich war, den lieben langen Tag auf der Hofmauer und schaute hinüber zu seinem Schloss, in dem jetzt die Riesen hausten. Sie trotteten quer durch den schönen Garten, zertrampelten dabei die zierlichen Blumenbeete und rissen im Vorbeigehen die beschnittenen Büsche aus, um sich damit am Kopf zu kratzen. Einer nahm gar ein Bad im Brunnen der Fröhlichkeit und brach dabei das Spritzrohr des Springbrunnens ab, so dass
die Fontäne versiegte und nicht mehr plätschern konnte.
All das sah der König und wurde sehr traurig. Als im klar wurde, dass dies Riesen nicht mehr weiterziehen wollten, sondern sich im Schloss häuslich einrichteten, wobei sie die Stühle, die für ihre dicken Hintern zu klein waren, einfach aus dem Fenster warfen, da beschloss der König, etwas zu unternehmen.
Er sandte Boten aus und ließ die Ritter seines Reiches zum Kampf gegen die Riesen herbeirufen. Nach ein paar Tagen kamen sie in schwerer Rüstung auf ihren Gäulen angetrabt, grimmige, in Eisen gepanzerte Gesellen, die mit ihren Schwertern rasselten. "Ich danke euch, dassihr mir zu Hilfe gekommen seid", sagte der König. "Nun vertreibt mir diese ungeschlachten Riesen, und wer den stärksten von ihnen besiegt, der soll meine Tochter zu Frau bekommen."
Da galoppierten die Ritter quer durch das Tal hinauf zum Schloss, stießen grimmige Schreie aus, schwangen ihre Schwerter und wollten die Riesen angreifen. Aber der stärkste der Riesen langte nur mit seinem dicken Arm aus dem Fenster heraus, pflückte die Ritter der Reihe nach wie Haselnüsse aus dem Sattel und warf sie hinunter in den Bach, der durch das Tal floss. Dort rappelten sie sich nach einiger Zeit mühsam wieder auf und hinkten auf den Bauernhof zu ihrem König um ihm zu sagen, dass gegen diese Riesen mit dem Schwert nichts auszurichten sei.
"Wenn nicht mit dem Schwert, dann mit Zauberei ", sagte der König und schickte wieder Boten aus, die alle Zauberer seines Landes herbeiriefen. Nach ein paar Tagen nahte ein langer Zug von Maultieren, die jeweils zu zweit eine Sänfte zwischen sich trugen, und in jeder Sänfte saß ein Zauberer. Als sie vor den König kamen, stiegen sie aus, ordneten ihre langen Gewänder, machten ernste, bedeutende Gesichter und fragten den König nach seinen Wünschen.
"Ihr sollt mir die Riesen aus meinem Schloss vertreiben", sagte der König, "denn meine Ritter sind ihnen nicht gewachsen. Wer von euch das fertig bringt, der soll meine Tochter zur Frau haben."
Da zogen die Zauberer hinüber zum Schloss, der erste trat vor, zeichnete einen Zauberkreis auf den Boden, stellte sich hinein und begann seine Zaubersprüche aufzusagen. Im Fenster des Schlosses aber stand der stärkste der Riesen, blähte seine Backen auf und pustete den Zauberer in die Luft, dass er auf seinen langen Gewändern davonflog wie ein flügellahmer Rabe, bis er in der Krone eines Baumes hängen blieb. Und so erging es jedem, der vor dem Schloss seinen Kreis auf den Boden zeichnete.
Schließlich kletterte der letzte der Zauberer von dem Baum, auf dem er gelandet war. Die anderen hatten höflich auf ihn gewartet, und dann zogen sie gemeinsam zurück zum König. Sie machten noch immer ernste, bedeutende Gesichter, als sie dem König sagen mussten, dass ihr Kunst gegen diese Riesen nichts auszurichten vermochte.
Da wurde der König noch trauriger, denn er hatte keine Hoffnung mehr, sein Schloss und den Brunnen der Fröhlichkeit wiederzugewinnen.
So saß er eines Tages wieder auf der Hofmauer und blickte weinend zum Schloss hinüber, wo die Riesen einander gerade die goldenen Kugeln an den Kopf warfen, die sie von den Turmspitzen abgebrochen hatten. Da kam ein junger Bursche des Wegs und fragte ihn, warum er weine.
"Schau dort hinüber", sagte der König, "dann weißt du's. Die Riesen haben mir mein schönes Schloss weggenommen und den Brunnen der Fröhlichkeit verstopft. Und keiner ist imstande, sie zu vertreiben."
"Wirklich keiner?" fragte der Bursche. "Dass ich nicht lache" Und er lachte so laut, dass die Riesen drüben auf der anderen Seite des Tals stehen blieben und herüberschauten.
"Wie kannst du so lachen, wo ich so traurig sein muss?" sagte der König erbittert.
"Was meine Ritter und meine Zauberer nicht geschafft haben, wirst auch du nicht schaffen."
"Das kommt auf den Versuch an", sagte der Bursche. "Was gibst du mir, wenn ich die Riesen wegjage?"
"Ich habe versprochen, dem meine Tochter zur Frau zu geben, der das fertig bringt", sagte der König. "Aber ich kann mir nicht denken, wie du das anstellen willst."
"Du wirst schon sehen", sagte der Bursche. "Ich muss jedoch dich und deine Leute bitten, alles zu tun, was ich euch sage."
"Von mir aus", sagte der König mit wenig Hoffnung. "Was sollen wir also tun?"
"Seid fröhlich!" sagte der Bursche "So fröhlich, wir ihr nur sein könnt. Lacht und singt und tanzt, dass man es durch das ganze Tal hören kann!"
"Du verlangst viel von mir", sagte der König. Aber da er nichts unversucht lassen wollte, befahl er der Königin und seiner Tochter und allen, die mit ihm im Schloss gewohnt hatten, sogar den Bauern und seinen Leuten, zu lachen, zu singen und zu tanzen. Und er selbst sprang allen voran, lachte am lautesten, sang am fröhlichsten und tanzte am verwegensten.
Zunächst musste er sich dazu zwingen, doch nach und nach merkte er, wie die Traurigkeit aus seinem Herzen verschwand, und so machte es ihm schließlich Vergnügen, so fröhlich zu sein wie zu der Zeit, als er noch in seinem Schloss gewohnt hatte. Als sie den ganzen Tag lang gelacht, gesungen und getanzt hatten, sagte der Bursche zum König:
"Nun schau einmal hinüber zu deinem Schloss!"
Da ließ der König für einen Augenblick das Lachen, Singen, Tanzen sein und blickte hinüber auf die andere Talseite.
Noch immer trampelten dort die Riesen durch den Garten, aber es kam ihm so vor, als seien sie beträchtlich kleiner geworden.
"Das müssen wir uns aus der Nähe ansehen!" rief der König und tanzte lachend und singend mit all seinen Leuten ins Tal hinunter bis zum Bach. Ehe er hinüber sprang, schaute er noch einmal zum Schloss hinauf, und da sahen die Riesen schon wieder ein bisschen kleiner aus, ja sie schienen schon fast die Größe normaler Leute zu haben. Da sprang der König über den Bach und alle ihm nach. Lachend und singend
tanzten sie den Hang hinauf zum Schlosspark. Dort lugten sie vorsichtig über die Mauer, und da rannten lauter kleine Riesen im Garten umher, die schon beinahe aussahen wie die komischen Zwerge im Becken des Brunnens. Da mussten alle noch
viel mehr lachen, und mit jedem Lachen schrumpften die Riesen weiter ein und
drängten sich ängstlich auf einen Haufen zusammen. Da kletterte der König mit seinen Leuten über die Mauer und lachte immer lauter über die komischen Männlein, die in seinem Garten standen. Die lustige Gesellschaft lief hinüber zu den ehemaligen Riesen, und fand eine Handvoll grämlicher Zwerge, die sich unter den Büschen, die noch übrig geblieben waren, verstecken wollten.
"Hier geblieben!" donnerte der König zwischen zwei Lachsalven, und dann sagte er zu seiner Tochter, sie solle im Schloss Kehrschaufel und Handbesen holen und das Gelichter zusammenfegen. Sie rannte ins Haus, und als sie wiederkam, waren die grämlichen Zwerge schon so winzig, dass man sie kaum von den Marienkäfern
auf den Rosenblättern unterscheiden konnte. Das sah so lustig aus, dass alle noch viel mehr lachen mussten. Und als die Königstochter alle zusammengefegt hatte, war auf der Kehrschaufel nichts weiter zu sehen als ein bisschen Staub,
den der Wind davonblies.
Da ließ der König Schloss und Garten in Ordnung bringen, und sobald der Brunnen der Fröhlichkeit wieder plätscherte, wurde Hochzeit gefeiert; denn dieser Bursche hatte seine Königstochter redlich verdient. Wenn aber später jemand im Schloss ein allzuernstes Gesicht machte, sagte der König zu ihm: "Sei fröhlich und lach ein bisschen!
Es könnte ja sein, dass unter deinem Fingernagel ein böser Riese sitzt und wieder anfängt zu wachsen!"
(Hans Bemmann aus Stein und Flöte, Piper Verlag)

* * * * *

11.11.2013

Die zweite Geschichte erzählt von einer vollen Tasse und lädt zur einer lustigen Übung ein...
Es war einmal ein westlicher Professor der Philosophie. Er reiste zu einem Zen-Meister, um ihn nach Gott, der Unendlichkeit, der Meditation und vielem anderen zu befragen. Der Meister hörte sich schweigend all die Fragen des Mannes an. Nach einer Weile sagte er: "Du hast eine weite Reise hinter dir und du siehst müde aus. Ich werde dir eine Tasse Tee machen."
Während der Meister den Tee zubereitete, brannte der Professor vor Ungeduld. Er war schließlich nicht zum Teetrinken gekommen, sondern um Antworten auf alle seine Fragen zu bekommen! Wahrscheinlich war dieser Zen-Meister gar kein weiser Mann und wollte nun nur Zeit gewinnen. Sollte seine Reise gar umsonst gewesen sein? Und als er schon fast am Aufstehen war, kam der Meister mit dem Tablett, auf dem der frisch gebrühte Tee stand.
So entschied der Professor, den Tee zu trinken und erst dann zu gehen.
Der Meister nahm die Kanne und begann dem Professor Tee in seine Tasse einzuschenken. Schnell war die Tasse voll und der Tee lief über den Rand und über die Untertasse. "Halt, Sie Narr! Was tun Sie denn da? Sehen Sie denn nicht, dass die Tasse voll ist? Und dass auch die Untertasse bereits übergelaufen ist?"
Da lächelte der Meister und sprach: "Und genau so ist es mit dir. Dein Verstand ist wie diese Tasse: überfüllt mit Fragen. Selbst wenn ich dir Antworten geben würde, hätten sie gar keinen Platz mehr in deinem Kopf, denn es passt dort genauso wenig hinein wie in diese Tasse. Geh also und leere deine Tasse. Und komm wieder, wenn Platz in dir ist."

Wie sieht‘s bei Dir aus? Ist Deine Tasse leer oder voll?
Ist sie leer, dann kannst Du Dich sogleich am Cup-Song üben: http://www.youtube.com/watch?v=6y1aOg_UO_A
Ist sie voll, wäre das eher ungünstig, *lach*.
Hey Leute, das wär doch auch was für unser Städtchen?
Alles was Beine hat auf den Münsterplatz zur Meensterer-Münsterplatz-Performance!!!
Und so könnte das aussehen: http://www.youtube.com/watch?v=nFtfk0bZVRM

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22.10.2013

Die erste Geschichte handelt von einem Kloster,
das schwere Zeiten durchmachte.
Ein einstmals großer Orden hatte infolge der Wellen klösterlicher Verfolgung im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert und dem Sieg der Säkularisierung im neunzehnten Jahrhundert all seine Niederlassungen verloren und war soweit dezimiert worden, dass nur noch fünf  Mönche in dem verfallenden Mutterhaus übrig waren, nämlich der Abt und vier Mönche, alle über siebzig Jahre alt. Zweifellos handelte es sich um einen sterbenden Orden.
In dem tiefen Wald, der das Kloster umgab, war eine kleine Hütte, wo ein Rabbi aus der nahegelegenen Stadt hin und wieder eine Klausur verbrachte. Wegen ihrer vielen in Gebet und Kontemplation verbrachten Jahre waren die alten Mönche sehr sensibel geworden, und so konnten sie immer spüren, wenn der Rabbi in seiner Klausur weilte.
„Der Rabbi ist im Wald, der Rabbi ist wieder im Wald“, flüsterten sie einander zu.
Dem Abt, der sich wegen des bevorstehenden Todes seines Ordens quälte, kam es eines Tages in den Sinn, die Einsiedelei zu besuchen und den Rabbi zu bitten, ob er vielleicht einen Rat wüsste, wie das Kloster zu retten sei.
Der Rabbi hieß den Abt bei seiner Hütte willkommen. Doch als der Abt den Zweck seines Besuches erklärte,
konnte der Rabbi nur seine Anteilnahme bekunden.
„Ich weiss wie es ist“, rief er aus.
„Der Geist hat die Leute verlassen. Es ist dasselbe in meiner Stadt. Fast niemand kommt noch zur Synagoge“.
So weinten der alte Abt und der alte Rabbi miteinander. Dann lasen sie Passagen aus der Torah und sprachen leise von tiefen Dingen. Die Zeit kam für den Abt Abschied zu nehmen. Sie umarmten einander.
„Es ist wunderbar, dass wir uns nach all diesen Jahren begegnet sind“, sagte der Abt, „aber trotzdem habe ich den Zweck meines Besuches nicht erfüllt. Gibt es nichts, was du mir sagen könntest, keinen Rat, den du mir geben kannst, der mit helfen könnte, meinen sterbenden Orden zu retten“?
„Nein, es tut mir leid“, antwortete der Rabbi. „Ich habe keinen Rat zu geben. Das einzige, was ich dir sagen kann, ist,
dass der Messias einer von euch ist“.
Als der Abt zum Kloster zurückkehrte, umringten ihn seine Klosterbrüder und wollten wissen:
„Nun, was hat der Rabbi gesagt?“
„Er konnte nicht helfen“, antwortete der Abt. „Wir haben nur geweint und zusammen die Torah gelesen. Das einzige, was er sagt, als ich gerade im Begriff war zu gehen –es war ziemlich geheimnisvoll- war, dass der Messias einer von uns sei. Ich weiß nicht, was er meinte“.
In den darauffolgenden Tagen und Wochen und Monaten sannen die alten Mönche darüber nach und fragten sich, ob die Worte des Rabbi wohl irgendeine Bedeutung haben könnten. Der Messias ist einer von uns? Könnte er womöglich gemeint haben, einer von uns Mönchen hier im Kloster? Wenn ja, welchen von uns? Glaubt ihr,
r meinte den Vater Abt?
Ja, wenn er irgendeinen meinte, dann vermutlich den Vater Abt. Er ist seit über einer Generation unser geistiger Führer. Andererseits, er könnte Bruder Thomas gemeint haben. Gewiss ist Bruder Thomas ein heiliger Mann.
Jeder weiß, dass Thomas ein Mann des Lichts ist. Gewiss könnte er nicht Bruder Elred gemeint haben! Elred mit seinen schlechten Launen. Aber genauer besehen, auch wenn er den Leuten ein Dorn im Auge ist, Elred hat praktisch immer recht.
Oft sehr recht. Vielleicht meinte der Rabbi tatsächlich Bruder Elred. Doch sicher nicht Bruder Phillip. Phillip ist so passiv, ein richtiger Niemand. Doch andererseits, fast auf wundersame Weise, hat er eine Gabe, immer da zu sein, wenn man ihn braucht. Er taucht einfach wie durch ein Wunder an deiner Seite auf. Vielleicht ist Phillip der Messias. Selbstverständlich meinte der Rabbi nicht mich. Keineswegs hätte er mich meinen können. Ich bin nur ein ganz gewöhnlicher Mensch.
Doch angenommen, er meinte mich? Angenommen, ich bin der Messias? O Gott, nicht ich.
Ich könnte doch nicht so viel für dich bedeuten, oder?
Wie sie in dieser Weise nachdachten, begannen die alten Mönche einander mit außerordentlichem Respekt zu behandeln, für den unwahrscheinlichen Fall, dass einer von ihnen doch der Messias wäre. Und für den allerunwahrscheinlichsten Fall, dass jeder der Mönche selber der Messias sein könne, begannen sie, auch sich selbst mit außerordentlichem Respekt zu behandeln.
Der Wald, in dem das Kloster lag, war sehr schön, und so geschah es, dass gelegentlich Leute das Kloster besuchen kamen und auf seinem winzigen Rasen Picknick hielten. Spaziergänge entlang der Wege unternahmen, ab und zu auch in die verfallene Kapelle gingen und meditierten. Wenn sie das taten, spürten sie, allerdings ohne sich dessen bewusst zu sein, die Aura dieses ungewöhnlichen Respekts, die die fünf alten Mönche zu umgeben begonnen hatte, von ihnen auszustrahlen und die ganz Atmosphäre an dem Ort zu durchdringen schien.
Der Ort hatte etwas seltsam Anziehendes, ja Unwiderstehliches an sich.
Ohne zu wissen warum, kamen die Leute häufiger zum Kloster für Picknick, Spiel und Gebet. Sie brachten ihre Freunde mit, um ihnen diesen besonderen Ort zu zeigen. Und die Freunde brachten wiederum ihre Freunde mit.
So geschah es, dass einige der jüngeren Männer, die das Kloster besuchten, mehr und mehr mit den alten Mönchen ins Gespräch kamen. Nach einer Weile fragte einer, ob er ihnen beitreten könne. Dann noch einer. Und noch einer.
So wurde innerhalb weniger Jahre das Kloster wieder zu einem blühenden Orden, und dank des Rabbinergeschenkes,
zu einem pulsierenden Zentrum des Lichtes und der Spiritualität in dieser Gegend.

(Aus Geschichten des Herzens, Jack Kornfield & Christina Feldmann, arbor Verlag)

Lasst uns zusammen daran arbeiten ...
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Ein jeder ist nur dafür verantwortlich,
was er sagt.
Nicht dafür was ein anderer versteht. Genauso wie jeder nur verantwortlich
dafür ist, was er versteht, nicht dafür,
was der andere gesagt hat.

   
 

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