Die Stadtführer informieren

Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen.
Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung.
Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.

Kontakt:
info@maifeldurlaub.de

PDF-Download von Matthias Hochhausen: Beiträge zur Geschichte der Stadt Münstermaifeld - Faltblatt zum Programm 2016


25. Januar 2015

Die Schöffen des Gerichtes in Münstermaifeld
Nachweislich seit dem 15.11.1277 existierte in Münstermaifeld ein kurfürstliches Schöffengericht, eingerichtet von Erzbischof Heinrich von Finstingen. Ein Schöffe war im hohen und späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit eine Person, die mit Aufgaben in der Rechtsprechung und mit Verwaltungsaufgaben betraut war, weil es damals noch keine Trennung zwischen der judikativen und exekutiven Gewalt gab. Das Münstermaifelder Gericht bestand aus einem Schultheiß (dieser hatte im Auftrag seines Landesherrn, die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten, also Abgaben einzuziehen oder für das Beachten anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen) und 14 Schöffen. Das Ende des Gerichtes kam am 13.02.1795, wie vieles andere, mit den Anordnungen der französischen Besatzungsmacht. In den rund 500 Jahren seines Bestehens haben zahlreiche Schöffen ihre Funktionen ausgeübt, 200 von ihnen sind namentlich nachgewiesen. Einer von ihnen war „der ehrenfest und ehrenhafte Johann Adam Monreal“, der am 21.01.1615, also vor genau 400 Jahren, in sein Amt berufen wurde und folgende Eidesformel sprach: „Was ich zu Treuen gelobt habe, das will ich stet und fest halten, als mir Gott helfe und die heiligen Evangelia“. Zu seiner Zeit befand sich das Schöffengericht bereits im ersten Stockwerk des 1583 im Stil der Renaissance erbauten Rathauses.
Wer waren diese Schöffen? Welche Ausbildung oder Qualifikation mussten sie haben? Stimmt es, dass sie einen ihrer Schöffenkollegen wegen „Zauberei“ hinrichten ließen?

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Rathaus Schöffengericht

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

19. Januar 2015

Cherubim und Seraphim
„Großer Gott, wir loben dich“. Die meisten Christen kennen dieses Kirchenlied als sicherlich meist gesungenes Werk in Gottesdiensten. In seiner zweiten Strophe heißt es:
„Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen
stimmen dir ein Loblied an, alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh’: Heilig, heilig, heilig! zu.“
Wer oder was ist das eigentlich „Cherubim und Seraphinen“?
Der aufmerksame Besucher der ehemaligen Stiftskirche findet das beigefügte Gemälde aus dem 13. Jahrhundert im südlichen Querhaus. Es zeigt die Kreuzigungsszene, darüber den Himmel mit Sonne, Mond und Sternen, aber auch zwei Engel. Diese beiden Engel weisen nicht nur zwei sondern gleich vier Flügel auf, was ihre besondere Bedeutung unterstreicht. Andere Darstellungen zeigen Engel, die gar sechs Flügel haben. Cherubim und Seraphim sind Engel, die Gott unmittelbar zu- und untergeordnet sind. Die Abbildung in der Kirche soll wohl andeuten, dass Gott seine wichtigsten Himmelskräfte eingesetzt hat, um seinen Sohn Jesus zu ihm zu geleiten…
Warum heißen sie ihm Kirchenlied Seraphinen und nicht Seraphim? Wer war der Maler des Kunstwerkes? Hatten die vier bzw. sechs Flügel Funktionen und wenn ja, welche?

 

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Cherubim

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung. Kontakt: stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

                                                         

Sonderthema vom 28.12.2014

200 Jahre Apotheke in Münstermaifeld

Viele Jahrhunderte lang war nicht klar geregelt, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen eine Apotheke gegründet und betrieben werden durfte. Erst nachdem Münstermaifeld unter preußische Verwaltung geriet, erteilte die Regierung am 03.01.1815 für Münstermaifeld die offizielle Ermächtigung zum Verkauf von Arzneien und gleichzeitig die damit verbundene Konzession für eine Apotheke.
Die Versorgung Kranker und Alter mit Arzneien und Heilmitteln wurde in Münstermaifeld aber schon viel früher vorgenommen:
Anlässlich einer Großen Synode in Aachen im Jahr 836 wurde im 3. Kanon festgelegt: „… daß fortan in jeder Stadt, an jedem Kloster … ein Hospital errichtet werden soll“. Wann genau das Hospital in Münstermaifeld gebaut wurde ist unbekannt, aber es kann davon ausgegangen werden, dass die aufgenommenen Kranken von einem Arzt mit Arzneien und Heilmitteln nach Kenntnis der Zeit versorgt wurden.
Die Entwicklung in der Medizin und Arzneikunde führte ab etwa der Mitte des 13. Jahrhunderts (wohl 1241 „Edikt von Salerno“) zu einer Spezialisierung und Abgrenzung zwischen Arzt und Apotheker. In Münstermaifeld sollte es jedoch bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts dauern bis Heinrich Joseph Hansel mit Stadtratsbeschluss vom 14.11.1764 „als Apotheker angenommen“ wurde.
Den Franzosen, die ab 1794 das Rheinland und damit auch Münstermaifeld besetzten, waren die zahlreichen, in der Region etablierten Apotheker (für sie waren es „Giftmischer“) suspekt. Folglich forderten sie mit „Verfügung Nr. 206 vom 3. thermidor des 11. Jahres der Französischen Republik“, dass alle Apotheker binnen drei Monaten eine Kopie ihrer Qualifikation vorzulegen haben. Bei Fristversäumniss drohte der Entzug der Betriebserlaubnis.
Nur wenige Jahre später, die hiesige Region wechselte den Landesherrn, forderte die preußische Verwaltung mit Hinweis darauf, dass die Franzosen die verantwortungsvolle Aufsicht über die Apotheken nur „oberflächlich und nachlässig“ wahrgenommen habe, eine Neuordnung des Genehmigungsverfahrens für Apotheken „von jetzt an“.
Quirin Settegast hatte schon vorher die erforderlichen Antragsunterlagen für seine Apotheke in Münstermaifeld bei den zuständigen Stellen vorgelegt und die anfangs erwähnte Genehmigung für den Betrieb am 03.01.1815 erhalten. Quirin kaufte bereits 1814 ein Grundstück „In der Stadt“ (Foto 1)
mit dem Ziel, dort eine Apotheke zu betreiben, heute Untertorstraße 17, (Foto 2) richtete dort seine Apotheke ein und betrieb sie mehrere Jahre lang.
Nur wenige Jahre später wurden allerdings Klagen gegen seinen Sohn Carl Modest Settegast laut, der 13.05.1841 die Apotheke übernommen hatte. Einerseits wurde ihm vorgeworfen, bei der Ausübung seiner Pflichten in hohem Grade betrunken und tagelang nicht arbeitsfähig gewesen zu sein. Andererseits wurden bei den wiederholten Visitationen der Apotheke durch die preußischen Beamten immer wieder betriebliche Versäumnisse festgestellt und dokumentiert. Dabei ging es sowohl um die sichere Lagerung der Arzneien als auch um die regelmäßige Zahlung der fälligen Gebühren an die Staatskasse. Für die Staatsmacht waren diese Verhältnisse nicht weiter hinnehmbar. Am 01.04.1846 wurde ein Protokoll zur Übergabe an den Nachfolger gefertigt „…ihm (Carl Modest Settegast) übertragene Verwaltung hiermit aufhört, und statt seiner der von der großen Mehrheit der settegastschen Familie vorgeschlagene Apotheker ..Joachim… die Verwaltung der Apotheke … übernimmt.“
Ganz reibungslos verlief die Übergabe der Apotheke jedoch nicht. Es musste geregelt werden, ob und wie viel Geld Joachim für die Immobilie und ihr Inventar an die Familie Settegast zu zahlen hatte. Am 23.09.1846 wurde protokolliert, dass die Angelegenheit „auf gütlichem Wege“ geregelt werden solle.
Bereits 1845 hatte Anton Joachim ein zunächst als Bauernhaus errichtetes Gebäude vor dem abgerissenen Untertor umgebaut und darin nach Übernahme der Betriebserlaubnis von Settgast 1846 seine neue Apotheke eingerichtet. Anton Joachim betrieb die Apotheke 33 Jahre lang. Er übergab die Apotheke in Münstermaifeld um den 11.08.1879 an seinen Sohn Anton Maria Wilhelm Joachim. Mit pathetischen Worten gibt der Sohn zu Protokoll: „Ich…schwöre zu Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, daß nachdem ich als Apotheker in den königlichen Landen approbirt worden, Seiner königlichen Majestät von Preußen, meinem Allergnädigsten Herrn, ich untherthänig, treu und gehorsamst sein und alle mir vermöge meines Berufs obliegenden Pflichten nach den … bestehenden Anordnungen, auch sonst nach meinem besten Wissen und Gewissen genau erfüllen will, so wahr mir Gott helfe und sein heiliges Evangelium. Amen“.
Im Jahr 1900 wird Dr. Josef Joachim als Apotheker genannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich um den Sohn von Anton Maria Wilhelm Joachim handelt. Daraus ergibt sich, dass die Familie Joachim für drei Generationen, also 88 Jahre lang, die Apotheke in Münstermaifeld betrieben hat (Foto 3).

Als diese Epoche der Joachims zu Ende ging, zeigte der Apotheker Hans Führers aus Hilden Interesse daran, die Geschäfte in Münstermaifeld fortzuführen (Foto 4 und 5).
Hans Führers nahm bauliche Veränderungen vor. Auffällig ist der Austausch der Fenster, die jetzt weiß waren
(Foto 6).

Hans Führers führte die Apotheke 31 Jahre lang und übergab sie 1965 an seinen Sohn, Apotheker Hans-Elmar Führers.
Auch er veränderte die Apotheke. Im Innenbereich entstanden moderne Verkaufs- und Ausgabeflächen sowie Regale mit einheitlich gekennzeichneten Arzneiflaschen. Zufrieden zeigt sich der neue, stolze Besitzer in den umgebauten Räumen seiner Apotheke (Foto7).

Äußerlich hat er der Apotheke eine zeitgemäße Fassade verliehen, die nicht mehr erkennen ließ, dass es sich ursprünglich um ein Gebäude vom Anfang des 19. Jahrhunderts handelt (Foto 8).

Nach über 30 Jahren Dienst in Münstermaifeld dachte Hans-Elmar Führers daran, seine Apotheke zu verkaufen. Folglich akzeptierte er zum 01.10.1994 das Angebot der Kaisersescher Apothekerin Marie-Luise Kluge zum Ankauf. Ihr Ehemann, Apotheker Wieland Kluge, erwarb zum gleichen Zeitpunkt die Immobilie.
Da die vorhandene Apotheke zu klein war und sich das Gebäude in einem schlechten Zustand befand, beschloss das Ehepaar Kluge, nach Konsultation mit Architekten und Bausachverständigen von einer Renovierung des alten Gebäudes und Erweiterung durch einen Anbau Abstand zu nehmen. Stattdessen entstand ein Neubau neben der alten Apotheke. Die neue Apotheke wurde am 23.09.1996 unter dem Namen „Maifeld Apotheke“ eröffnet. Die Umfirmierung erfolgte, um Verwechslungen mit der nahe gelegenen „Marien-Apotheke“ in Ochtendung zu vermeiden.
Nach über 35 Berufsjahren übergab Marie-Luise Kluge die Apotheke am 01.03.2008 an ihren Sohn Andreas:

Maifeld-Apotheke
Andreas Kluge
Bahnhofstr. 3, Münstermaifeld
Mo, Di, Do 8-19 Uhr
Mi+Fr 8-18.30 Uhr, Sa 8-13 Uhr

02605-952145
www.maifeld-apotheke.de

 

 

 

 

 

 

 

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1. Auszug aus dem Grundbuch 1814

 

 

 

 

 

 

 

 


2. Untertorstraße 17, 1966


3. Dr. Josef Joachim vor seiner Apotheke vor 1934


4. In der Amtsstube des Notars Paul Weber wurde am 16.08.1934
ein Kaufvertrag unterzeichnet.


5. Die erste Zahlung von 25.000 Goldmark an den Verkäufer war für den
8.09.1934 vorgesehen. In der katholischen Kirche wird der 08.09.
als Geburtstag der Mutter Gottes gefeiert, folglich nannte Führers seinen neuen Arbeitsplatz „Marien Apotheke“.


6. Die Apotheke nach dem Kauf durch Hans Führers


7. Hans-Elmar Führers in seiner Apotheke 1959


8. Apotheke in Münstermaifeld bis 1994

 

11. Januar 2015

Der Stiftspropst des Kollegiatstifts
Jahrhundertelang haben in Münstermaifeld die Kollegiatstiftsherren aus ihrer Mitte nach Stimmenmehrheit ihren „primus inter pares“, den Propst, gewählt. Stiftspropst bezeichnet den Vorsteher einer Gemeinschaft von Kanonikern eines Kollegiatstifts. Im Mittelalter war es nicht notwendig, dass der Propst selbst Geistlicher war. Häufig wurde dieses Amt von Adligen übernommen, nicht zuletzt, weil die Stelle mit teilweise erheblichen Pfründen verbunden war. Diese Einnahmen wirkten auch anziehend auf die Bischöfe in Trier und einige unter ihnen versuchten, mit mehr oder weniger christlichen Methoden, die Wahl zum Stiftspropst zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Zu diesem Zweck hielten sie sich häufiger in Münstermaifeld auf und bewohnten die „Schönecker Burg“ in der Bornstraße. Die Stiftsherren pochten jedoch auf ihr überkommenes Recht der freien Wahl und lehnten die Bewerbungen der Bischöfe auf die Stelle des Stiftspropstes ab. Offensichtlich gekränkt durch diese Ablehnung, kam es in der Folge zur Exkommunikation der Stiftsherren durch den Bischof und dem Verbot, die Heilige Messe zu halten. Die Stiftsherren wandten sich zur Abwehr zunächst erfolgreich an den Papst, der die Strafmaßnahmen wieder aufhob. Nach langem, zermürbenden Hin und Her hat Papst Leo X. schließlich am 14.01.1515, also vor genau 500 Jahren, „dem Bischof und Kürfürsten in Trier die Propstei des Stifts zu Münstermaifeld auf immer verliehen“.
Was hat Papst Leo X. bewogen, so zu entscheiden? Hatte er selbst einen Vorteil dadurch? Wie wirkte sich die Entscheidung „vor Ort“ in Münstermaifeld aus?


Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Papst Leo X
(Gemälde Uffizien, Florenz)


Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

14.12.2014

Der geschlossene Antwerpener Goldaltar

Wer in diesen Tagen die ehemalige Stiftskirche besucht, erkennt einen geschlossenen Flügelaltar, wie man ihn zwei Mal im Jahr für mehrere Wochen sehen kann: zwischen Aschermittwoch und der Osternacht oder eben jetzt zwischen dem ersten Advent und der Heiligen Nacht. Beide Zeiträume sind auch Fastenzeiten. Mehrere Malereien können nun auf den Flügeln bewundert werden, die bei offenem Altar nicht einsehbar auf der Rückseite verborgen sind. Zusammenhängend, aber auf zwei Flügeln verteilt, befindet sich in der Mitte die Darstellung der Gregorsmesse. Papst Gregor I., oder auch der Große, gestorben im Jahr 604, also vor genau 1410 Jahren, feiert gemeinsam mit anderen Geistlichen eine Heilige Messe. Während des Messopfers erscheint Jesus Christus persönlich auf dem Altar wohl in der Absicht zu bekräftigen, dass bei der Wandlung tatsächlich Brot zum Leib Christi wird. In manchen Darstellungen fließt Blut aus der Brustwunde des Gekreuzigten in den Abendmahlskelch.
Wer sind die anderen abgebildeten Geistlichen? Waren diese Geistlichen zur Zeit von Papst Gregor I. wirklich so gekleidet, wie abgebildet? Was sind Gregorianische Messen?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.


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Der geschlossene Antwerpener Goldaltar

7.12.2014

Altbürgermeister und Stadtchronist Johann Büchel V
wird 260 Jahre alt

Johann Büchel, geboren am 11.12.1754 in Münstermaifeld, war über 30 Jahre Bürgermeister  und hat in dieser Eigenschaft nacheinander den Herrschern aus Kurtrier, Frankreich und Preußen gedient. Persönliche Schicksalsschläge, aber auch die schwierigen Bedingungen seiner Zeit, insbesondere während der französischen Besatzung, haben ihm viel abverlangt, bis hin zur unverschuldeten, privaten Zahlungsunfähigkeit. Haft in Koblenz und mehrjähriges Leben in der Diaspora haben ihn sehr geprägt. Als Polygraph hat er zahlreiche Bücher verfasst, darunter die besonders bedeutenden zur Infrastruktur der Stadt Münstermaifeld mit der Auflistung seiner Einwohner, aber auch ein Geburts-, Hochzeits- und Sterbebuch, wichtiges Grundlagenwerk für Familienforscher und Genealogen. Trotz seiner Bedeutung für Münstermaifeld existiert nach bisherigem Wissen kein offizielles Gemälde von diesem Mann, der am 09.09.1842, im Alter von 87 Jahren stirbt. Er wurde auf dem Friedhof in Münstermaifeld beerdigt. Von seinem Grab ist nichts mehr vorhanden. Einzig ein Bild, das ihn auf einem Sockel zeigt, kann einen Eindruck von ihm vermitteln. Auf dem Sockel ist zu lesen: „Joannes Büchel von Münstermayfeld V gebohren 1754 den 11ten December geheyratet mit der Anna Sybilla Boos von Kauerhof 1777 den 21 october, Stadtbürgermeister, Stadtrath und Hochgerichtsschöffe zu Münstermayfeld, Gerichtsschöffe zu Sevenig“. Ein gleiches Sockelbild zeigt seine Ehefrau Anna Sybilla Boos, mit der er 11 bekannte Kinder hatte. Fotos der beiden Sockelbilder befinden sich im Besitz des Verfassers.
Warum gibt es offensichtlich kein repräsentatives Gemälde von Johann Büchel? Wer hat die Sockelbilder gemalt und wo befinden sich die Originale? Warum wurde seine Grabstätte nicht erhalten?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Johann Büchel V Geburtshaus

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.

30.11.2014

Baubeginn der dritten Kirche in Münstermaifeld
Die erste Kirche in Münstermaifeld wurde wohl im Auftrag von Bischof Magnerich von Trier (570-596) errichtet. Wir wissen nicht viel mehr von ihr als dass ihre Geistlichen den Auftrag hatten, das Gebiet der Untermosel zu christianisieren. Die zweite Kirche, die romanische Basilika, von der noch der Turm (Westwerk) steht, wurde 1103 geweiht. Doch auch sie wurde bereits etwas mehr als 100 Jahre später als zu klein bewertet, sodass 1225 mit dem Bau einer wesentlich größeren Kirche begonnen wurde. Eigentlich im romanischen Stil vorgesehen, wurde sie gotisch weitergebaut. Gerade zeitgerecht vor dem Jubiläumsjahr 2015 (also genau 790 Jahre nach Baubeginn) kann der interessierten Öffentlichkeit ein Modell präsentiert werden, das exakt diesen Zeitpunkt der Bautätigkeiten darstellt. Einerseits ist erkennbar, wie die romanische Basilika ausgesehen haben dürfte. Andererseits kann in zahlreichen, detailgetreuen Szenen die Anfangsphase des Baus der heutigen, gotischen Kirche betrachtet werden.

Lebendiger Adventkalender
Die Stadtführer Münstermaifeld beteiligen sich, wie in den Vorjahren, am diesjährigen, lebendigen Adventkalender am Mittwoch, 10.12.14, 18 Uhr, im Rathaus (Ratssaal). Bei dieser Gelegenheit kann das oben angegebene Modell des Kirchenbaus besichtigt werden. Die Stadtführer erklären das Werk mit seinen Einzelheiten und erzählen anschließend eine Weihnachtsgeschichte aus dem Leben des Altbürgermeisters und Stadtchronisten Johann Büchel V, der am 11.12.1754, also vor genau 260 Jahren, geboren wurde.

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Modell der Kirche in der Bauphase um das Jahr 1225

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung.

 

23.11.2014

Kirchenrenovierung 1932
Man muss schon etwas genauer hinschauen um zu erkennen, dass es sich nicht um eine an der Wand aufgehängte Steinplatte handelt, die der Besucher in der ehemaligen Stiftskirche an der Nordwand betrachten kann. Und nur der aufmerksame Leser sieht, dass die in Latein aufgebrachte Schrift mit römischen Zahlen gerade einmal 80 Jahre alt ist, aber viel älter wirkt. Der Text erklärt, wer und wann die umfangreichen Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten vorgenommen hat, bei denen unter anderem das Gemälde des Heiligen Christophorus (ca. 1280) wiederentdeckt wurde. A.D. MDCCCCXXXII (1932) und MDCCCCXC (1990) haben vier Fachleute die entsprechenden Arbeiten beaufsichtigt (Reichwein, Laros, Ronig und Jaster). Drei Tierdarstellungen zieren den Rahmen: die Schlange als Hinweis auf die Versuchung im Paradies und Symbol für die Falschheit, die Kirchenmaus, die arm im Gotteshaus keine Nahrung findet und die Schnecke; sie soll beim Besteigen der Arche Noah das langsamste aller Tiere gewesen sein…..Vermutlich wollte der Maler, wahrscheinlich im Auftrag der Restauratoren, aber nur darauf hinweisen, dass sich durch die 1929 ausgelöste Weltwirtschaftskrise und damit dem Geldmangel, die Arbeiten in der Kirche unendlich langsam dahinzogen. Aber immerhin: die Schnecke kriecht nach oben.
Welche Restaurierungsarbeiten wurden vorgenommen und wie lange haben sie gedauert? Warum wurde der Christophorus übermalt und woher weiß man, dass er ca. 1280 gemalt wurde?

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Steinplatte an der Nordwand der Stiftskirche

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16.11.2014

Die Häuser in der Rosenstraße

Der eilige Besucher der Stadt wird sich möglicherweise nicht die Zeit nehmen wollen, auch ein wenig abseits der Hauptstraßen nach den weiteren Sehenswürdigkeiten Münstermaifelds zu schauen. Selbst Einheimische werden ohne weiteres nicht auf Anhieb sagen können, wo sich das ansehnliche Haus mit dem abgebildeten Giebel befindet. Man erkennt (auf steinern gemauertem Erdgeschoss) ein asymmetrisch aufgebautes Fachwerk mit heute wieder modernem Pultdach. Der schlichte Vorgängerbau mit Strohdach wurde abgerissen und durch dieses fachgerecht renovierte Haus ersetzt. Interessierte Betrachter finden die Immobilie in der Rosenstraße 2 (früher das zehnte Haus in der Niedergaß). Es wäre interessant zu erfahren, ob es ein anderes Haus in Münstermaifeld gibt, das einen höheren Giebel aufzuweisen hat, als dieses.
Warum wurde das Vorgängergebäude abgerissen und wem gehörte es? Wer war der Erbauer des jetzigen Gebäudes und welches Gewerbe betrieb er/sie darin? Warum hat der Giebel diese ungewöhnliche, asymmetrische Pultdachform?
Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung. Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de



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Haus in der Rosenstraße

Wie in den Vorjahren beteiligen sich die Stadtführer am Adventsmarkt Münstermaifeld am 29.11.2014 und möchten zu dessen Gelingen beitragen. Laternenführungen und ein unterhaltsamer Vortrag aus Anlass des 260. Geburtstages des Altbürgermeisters und Stadtchronisten Johann Büchel V sollen dazu dienen. Einzelheiten sind der beigefügten Information zu entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Hochhausen
02605 961521

9.11.2014

Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert

Die Angeklagten waren zu einem großen Teil autodidaktisch sehr begabte Menschen, deren beachtliches naturwissenschaftliches Wissen und Können den Herrschenden und anderen suspekt war. Nichts lag deswegen näher als sie gegenüber der Öffentlichkeit der Konspiration und Paktiererei mit dem Teufel und weiteren, übernatürlichen Kräften zu bezichtigen. In Münstermaifeld wurden zwischen 1629 und 1652 nach vorliegenden Kriminalprozessakten nachweislich 26 Personen wegen „Zauberei“ angeklagt und davon 22 hingerichtet (17 Frauen und 5 Männer). Aus dem ebenfalls dazu nachzulesenden Schriftverkehr kann entnommen werden, dass auch die Wirtschaftlichkeit des Vorgehens dabei eine Rolle gespielt hat. So schreibt der Kurfürst von Trier (Philipp Christoph von Sötern) 1634, also vor genau 380 Jahren, an den Schultheißen, dass die Kosten der Exekutionen aus dem Nachlass der Hingerichteten zu bestreiten seien. Für den Fall der Insolvenz müssten Kinder oder andere Verwandte zur Zahlung herangezogen werden.
Wer waren die Angeklagten und Hingerichteten? Was genau wurde ihnen vorgeworfen? Wie und wo wurden die Hinrichtungen vorgenommen und wer waren die Henker (Nachrichter)?
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Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de






 

 

 

 

 

 

 

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Führungen zu ausgewählten Sonderthemen:

Der Antwerpener Goldaltar in der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld am Samstag 22.11., 14.00 Uhr.
Der spätgotische Hochaltar der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld war ein Exportschlager des ausgehenden Mittelalters aus Antwerpen. Er zeigt ausgewählte Szenen der biblischen Geschichte in figurenreichen Fächern und zahlreichen Gemälden. Die Führung soll die Entstehungsgeschichte vermitteln, den Künstler vorstellen, der den Altar angefertigt hat und die Darstellungen des Altaraufsatzes erläutern.
Name des Stadtführers: Matthias Hochhausen.

Die Stiftsimmunität – Infrastruktur und Abgrenzung zur Stadt Münstermaifeld am Samstag 22.11., 15.00 Uhr
Zutritt verboten! Die Stiftsimmunität war ein nach allen Seiten baulich abgegrenzter Bereich – ähnlich einem Kloster – und lediglich den Stiftsherren vorbehalten. Die Bürger der Stadt hatten prinzipiell keinen Zugang. Deren Seelsorge wurde auf andere Weise sichergestellt. Die Führung soll die Stiftsimmunität in Ausdehnung, Infrastruktur und Bestimmung erklären. Ein besonderer Akzent gilt den noch heute vorhandenen Stiftsherrenhäusern und ihren überlieferten Bezeichnungen.

Beide Führungen beginnen am Südeingang der Kirche, Dauer jeweils ca. 60 Minuten.
Erwachsene 4 Euro, Jugendliche bis 14 Jahre 2 Euro
Anmeldungen direkt an die Tourist-Information Maifeld, Telefon 02654 9402 120 oder VHS Maifeld,
Telefon 02654 9402239.

 

27.10.2014

Ach ja, die Franzosenzeit
Nachdem französische Truppen am 17.10. in Münstermaifeld einmarschiert waren, beeilten sie sich bereits am 2.11.1794, also vor genau 220 Jahren, 2.000 Paar Schuhe von Stadt und Amt Münstermaifeld zu fordern. Drei Tage später forderte der französische Volksvertreter Pierre Bourbotte 4.000.000 Livres Geldzahlung. Ersatzweise drohte er mit einer „Bürgerschatzung“, was einer Plünderung gleich gekommen wäre. Bourbotte (links im Bild nach seiner Gefangennahme) fiel später in Ungnade und wurde am 17.06.1795 in Paris guillotiniert. Die Liste der französischen Forderungen für die Truppen, gerade zu Beginn der Besatzung, war unersättlich lang: Für die Artillerie mussten sofort insgesamt 20 Pferde in das Depot nach Moselkern geliefert werden und fehlten zwangsläufig für die Bewirtschaftung der Felder. Später wurde von Amtsverwalter von Kayserfeld gefordert anzugeben, wie viele Quartiere, wie viel weitere Pferde und Ochsen sowie „Spannfrohner“ vorhanden sind. Alle verfügbaren Handwerkerberufe, Mühlen und ihre Leistungsfähigkeit waren anzugeben mit dem Ziel, sie bei Bedarf zur Dienstleistung oder zur Abgabe von Produkten zu zwingen. Bei Weigerung wurde immer mit Bürgerschatzung gedroht. Die Franzosen forderten zahlreiche Übersichten die Auskunft darüber gaben, welche Pacht- oder sonstige Abgaben von wem zu leisten waren mit dem Ziel, diese Zahlungen in die eigene Kasse zu leiten. Es ging offensichtlich also nicht darum, den französischen Revolutionsgedanken von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu transportieren sondern die napoleonische Expansions- und Kriegspolitik zu finanzieren.
Welche Münstermaifelder Familien litten am intensivsten unter den Zwangsmaßnahmen? Gab es Widerstand und wie wurde dieser organisiert? Wie ist die französische Besatzung damit umgegangen?

 

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Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung. Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

20.10.2014

Die befestigte Stadt als Waffen- und Munitionslager

Kurfürst und Erzbischof von Trier, Balduin von Luxemburg, war es, der die Stadtmauer von Münstermaifeld vollenden ließ. Mit ihren Türmen und dem vorgelagerten Wallgraben war die Stadt gut befestigt und bot sicheren Schutz. Diesen taktisch wertvollen Vorteil konnte Balduin bei der „Eltzer Fehde“ gegen die Ritter der Burgen Ehrenburg, Eltz, Schöneck und Waldeck nutzen, die sich unter seinem Vorgänger bis dahin erfolgreich dagegen gewehrt hatten, sich einem einheitlichen, landesherrlichen Verwaltungsaufbau unterzuordnen. Balduin ließ eine Belagerungsburg, die Trutzeltz, bauen, um die Verbindungen zur Burg Eltz zu kontrollieren bzw. zu verhindern. Er ließ auch im Jahr 1334, also vor genau 680 Jahren, Feuertöpfe, Pulver und die dazu gehörende Munition, Büchsenpfeile, nach Münstermaifeld bringen, um sie später der Besatzung der Trutzeltz zuzuführen. Nur über Münstermaifeld war eine problemlose Logistik für die Trutzeltz möglich. Die Büchsenpfeile wogen zwischen 390 und 560 Gramm und waren durch ihre Wucht in der Lage, auch über große Entfernungen, problemlos alle damals bekannten Metalle, z.B. Rüstungen, zu durchschlagen. Zahlreiche der Büchsenpfeile konnten auf dem Gelände der Burg Eltz gefunden werden. Balduin ist der erste bekannte europäische Machtpolitiker, der eine Pulverwaffe für kriegerische Zwecke zum Einsatz brachte. Sein Ziel war nicht die Vernichtung seiner Gegner sondern deren Unterwerfung unter sein Regime. Logistische Basis dazu war Münstermaifeld.
Wie erlangte Balduin Kenntnis von der Technik dieses neuen Waffensystems? Wer wickelte den Umschlag von Waffen und Munition in Münstermaifeld ab? Wo wurde das Material gelagert?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Büchsenpfeile

Feuertopf

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521,
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

13.10.2014

Einzug der Franzosen
Mit Besorgnis haben die Verantwortlichen von Politik und Gesellschaft in Kurtrier die revolutionären Entwicklungen in Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts verfolgt. Schließlich wurde auch auf dem Maifeld klar, dass mit napoleonischen Truppen zu rechnen war. Tatsächlich wurden noch nutzlose Verteidigungsvorbereitungen in Mayen und andernorts getroffen, aber französische Soldaten konnten ohne nennenswerten Widerstand am 19.10.1794, also vor genau 220 Jahren, in Münstermaifeld einmarschieren. Sie sollten rund 20 Jahre hier und im gesamten Rheinland bleiben. Ihre Forderungen an die heimische Infrastruktur und Logistik waren enorm. Einquartierungen, Geldzahlungen und Zwangsabgaben aller Art belasteten Verwaltung und Bürger erheblich. Kirchlicher Besitz wurde zwangsversteigert. Zum Glück blieb die Kirche selbst unversehrt. Andererseits sympathisierten Einige mit den freiheitlich, revolutionären Ideen, die eine Befreiung von den Abgaben an die traditionellen Landesherren und den Klerus versprachen. (Siehe Bild). Trotzdem bleibt das Resümee der französischen Herrschaft in der Stadt sehr ernüchternd. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hatte eben nur eine französisch-nationale Seite.
Warum konnte der Vormarsch der Franzosen nicht verhindert werden? Wie muss man sich das tägliche Leben mit den Franzosen in Münstermaifeld vorstellen? Wann und warum haben sie Münstermaifeld wieder geräumt?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521,
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

6.10.2014

Der Frieden von Münstermaifeld
Macht, Einfluss und Geld spielten immer schon die entscheidende Rolle, wenn es darum ging, territoriale Ansprüche oder Rechte und Freiheiten zu erlangen. Im hiesigen Raum trachteten der Kurfürst und Erzbischof von Trier, Diether von Nassau, der Edelfreie Richard von Daun und Graf Heinrich von Luxemburg Ende des 13. Jahrhunderts danach, die regionalen Verhältnisse nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Gleichzeitig, und diesen Zwist ausnutzend, bemühten sich die Bürger von Trier und Daun darum (vor allem die Zünfte), sich von ihren Landesherren zu lösen mit dem Ziel, unabhängiger und von der Abgabenlast erleichtert zu werden. Truppen wurden aufgestellt und Koalitionsverträge mit Unterstützern geschlossen. Bevor es jedoch zu einer Schlacht zwischen den verfeindeten Gruppierungen kam, fanden in Münstermaifeld Verhandlungen der verschiedenen Lager unter der Vermittlung des hiesigen Propstes des Kollegiatstiftes, Gerlach von Isenburg (siehe Familienwappen), statt. Seiner Mediation ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass am 10.10.1304, also vor genau 700 Jahren, der Frieden von Münstermaifeld geschlossen wurde und die beteiligten Kontrahenten vorläufig zufrieden abziehen konnten.
Was wissen wir von den handelnden Personen? Worum genau ging bei den Auseinandersetzungen? Warum wurden die Friedensgespräche ausgerechnet in Münstermaifeld vorgenommen?

Neben den regelmäßig stattfindenden Kirchen- und Stadtführungen bieten die Stadtführer an verschiedenen Tagen Führungen zu ausgewählten Sonderthemen an. Die nächste Führung in diesem Zusammenhang steht unter dem Thema:
Stolpersteine
In Münstermaifeld  zu Hause - das Schicksal der letzten Juden in Münstermaifeld.
Ein Gang durch die Stadt, Häuser erzählen ihre Geschichte.
Die Führung beginnt am
18.10.2014 um 15 Uhr an der Tourismus-Information
Münsterplatz 6 (Probstei II).
Die Führung wird in Kooperation mit dem "Förderverein ehemalige Synagoge Münstermaifeld" organisiert.
Die Leitung der Führung hat Wolfgang Fuhrmann.

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Wappen der Grafen von Iseburg

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung. Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

 

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Madonna mit Kind und ehemaliger Stiftskirche
In der Zufahrt zum Seniorenzentrum St. Josef Münstermaifeld findet der aufmerksame Besucher die im Bild dargestellte formschöne, lebensgroße Figur der Madonna mit Kind. Es handelt sich um eine weitverbreitete Darstellung der Muttergottes, die Jesus Christus, ihren Sohn, trägt. In einer Privatwohnung in Münstermaifeld befindet sich die gezeigte, ähnliche Tonskulptur von ca. 20cm Größe, die abweichend zu ihren Füßen den Turm der ehemaligen Stiftskirche erkennen lässt. Beide Kunstwerke zeugen von der Verehrung, die Maria von Künstlern und der Bevölkerung entgegengebracht wurde und wird. Während die lebensgroße Figur so oder so ähnlich an vielen Orten gefunden werden kann, ist die Tonskulptur wegen der ergänzenden Darstellung der Kirche einzigartig bezogen auf Münstermaifeld und stellt von daher eine Besonderheit dar. Es kann angenommen werden, dass die Figur in größerer Stückzahl hergestellt wurde, um sie als Andenken an einen Besuch in Münstermaifeld und seine Kirche mit nach Hause zu nehmen. Bisherige Bemühungen, diese Annahme zu bestätigen, waren wenig erfolgreich. Andere Hinweise zur Entstehung und Verbreitung der Figur waren bisher nicht zu erhalten.
Wann und zu welchem Zweck wurde die Figur hergestellt? Diente sie durch Verkauf möglicherweise dem Erhalt der Kirche? Wer kann weiterführende Hinweise dazu geben? Hinweise an die Kontaktadresse erbeten.

 

Neugierig geworden?
Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen.
Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt:
Matthias Hochhausen
Telefon 02605 961521
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

 

 

 

 

 

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Madonna mit Kind, zu finden in der Zufahrt zum Seniorenzentrum


Madonna mit Kind und der ehemaligen Stiftskirche

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22.9.2014

Schindler

Wer im Internet den Suchbegriff 'Schindler' eingibt, wird auf den ersten Seiten auf Oskar Schindler stoßen, der als sudentendeutscher Unternehmer Weltruhm erntete, weil er etwa 1.200 bei ihm angestellte jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten bewahrte. Auf den folgenden Seiten stößt der interessierte Sucher aber schnell auf Gerhard Schindler, den heutigen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND). Gerhard Schindler wurde am 4.10.1952 geboren. Er besuchte in Münstermaifeld das Kurfürst-Balduin-Gymnasium und erwarb dort 1972 seine Hochschulreife.
Er diente zwei Jahre in der Bundeswehr, wurde Fallschirmjäger und ist Oberleutnant der Reserve. Das Abitur ermöglichte ihm das Studium der Rechtswissenschaften. Die weitere Karriere ist leicht nachlesbar. Fest steht, dass er Kindheit, Jugend und Schulbildung hier erfuhr, sicher zahlreiche Erinnerungen an diese Zeit in Münstermaifeld hat und zumindest ein wenig als Sohn der Stadt bezeichnet werden kann (Wohnort war Kollig).
Was wissen wir sonst noch von Gerhard Schindler?

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Das Bild stammt von der offiziellen Internetseite des BND und zeigt
Gerhard Schindler, Präsident des BND

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen.
Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt:
Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521
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13. 9. 2014

Die Grab- und Wegekreuze
Wanderer und Touristen bemerken immer wieder die auffallend große Zahl von Grab- und Wegekreuzen, die in der Stadt, an der Peripherie, vor allem aber auf dem Friedhof gefunden werden können. In der Liste der Kulturdenkmäler in Münstermaifeld werden allein 21 dieser Kreuze näher bezeichnet, das älteste aus dem Jahr 1575. Das beigefügte Bild zeigt eine Anordnung von Kreuzen auf dem städtischen Friedhof. Im Hintergrund sind die Weckbecker Grabmale zu sehen. Weitere Kreuze dieser Art finden sich eingelassen im Gemäuer der kleinen Eingangskapelle des Friedhofes. Zahlreiche dieser zumeist aus Basalt geschaffenen Male dürften als Grabkreuze auf den ehemaligen Friedhöfen der Stadt Verwendung gefunden haben. Weitere Kreuze wurden an den Orten aufgestellt, und stehen immer noch dort, wo Menschen vor vielen Jahren den Tod gefunden haben. Diese Tradition wird noch heute an zahlreichen Stellen gepflegt, zu erkennen an den mit Blumen dekorierten Holzkreuzen entlang der meist befahrenen Autostraßen. Dem heutigen Betrachter der historischen Basalkreuze fällt es schwer, neben dem Namen, die Einzelheiten der Inschriften zu lesen. Die Stadtführer Münstermaifeld helfen interessierten Besuchern, dies zu tun und die enthaltene Botschaft zu verstehen.
Warum gibt es diese auffallend hohe Anzahl von Kreuzen in und um Münstermaifeld? Wer hat sie in Auftrag gegeben und wer ausgeführt? Gibt es eine Systematik nach Aufstellort, Inhalt der Beschriftung und künstlerischer Ausführung?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Grab- und Wegekreuze auf dem Münsterer Friedhof

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

8. 9. 2014

Der Maifelder Hof und die Rheingold-Lichtspiele

In Münstermaifeld gab es alles: Einzelhandel und Dienstleistungen für (fast) alle Sparten und Bereiche. Im gezeigten Maifelder Hof (Vorgängerbau des jetzigen) gab es ein Hotel mit Restaurant, einen Tanzsaal und – wie fortschrittlich – einen Kinosaal. In der Zeitschrift „Der Kinematograph“ (Organ für die gesamte Projektionskunst) wurde regelmäßig ein Film- und Kino-Adressbuch veröffentlicht, das für Münstermaifeld seit 1928 die Rheingold-Lichtspiele listete, die selbst während der Kriegsjahre ein anspruchsvolles Programm präsentierten. Eigentümer und Betreiber war Franz Krechel, der das Kino der Überlieferung nach wenigstens bis 1962 in Nutzung hielt. Es war wohl das aufkommende Fernsehen, das damals den Kinobesuch mehr und mehr verdrängte, aber immerhin über 30 Jahre hinweg konnten die Münstermaifelder ihre Filmstars in den Rheingold-Lichtspielen bewundern.
Wer das heutige Gebäude mit dem Vorgängerbau vergleicht, kann den durchaus beachtlichen Größenunterschied feststellen.
Welche Filme wurden gezeigt? Wie viele Besucher fanden im Kinosaal Platz? Warum gibt es heute in Münstermaifeld kein Kino mehr, bzw. werden keine Filme mehr gezeigt? Könnte es wieder ein Interesse geben?

Ergänzung vom 13.9.2014: Eine aufmerksame Leserin unserer Informationen weist darauf hin, dass die Rheingold-Lichtspiele wenigstens bis zum Jahr 1970 betrieben wurden, möglicherweise sogar bis 1972. Die Stadtführer bedanken sich für diesen korrigierenden Hinweis.

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Maifelder Hof

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen.
Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt:
Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

1. 9. 2014

Bundesweiter Tag des offenen Denkmals

– Farbe – Malereien in der ehemaligen Stiftskirche
Beim Besuch der ehemaligen Stiftskirche in Münstermaifeld erkennt der aufmerksame Betrachter zahlreiche Malereien auf den Flügeln des Antwerpener Goldaltars, an den Wänden des Längs- und Querhauses und den Säulen im Mittelschiff. Diese Malereien stammen aus dem 13.-16. Jahrhundert, sind mit unterschiedlichen Maltechniken gefertigt worden und zeigen ausgewählte Szenen der biblischen Geschichte aus Sicht der Künstler und ihrer Zeit. Die Stadtführer Münstermaifeld beteiligen sich - wie in den Vorjahren - am Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Farbe“, präsentieren und erläutern diese Malereien und bieten dazu am Sonntag, 14.09.14, Führungen um 11, 13, 15 und 17 Uhr an. Kosten: 4 Euro pro Person, Jugendliche bis 14 Jahren: 2 Euro. Treffpunkt ist die Tourist-Information Maifeld gegenüber der Kirche. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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Sonderführungen

Neben den regelmäßig stattfindenden Kirchen- und Stadtführungen bieten die Stadtführer an verschiedenen Tagen Führungen zu ausgewählten Sonderthemen an.
Die vergangenen Führungen in diesem Zusammenhang standen unter dem Thema:

Der Antwerpener Goldaltar in der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld: Samstag, den 6. September um 14 Uhr.
Kurzbeschreibung:
Der spätgotische Hochaltar der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld war ein Exportschlager des ausgehenden Mittelalters aus Antwerpen. Er zeigt ausgewählte Szenen der biblischen Geschichte in figurenreichen Fächern und zahlreichen Gemälden. Die Führung soll die Entstehungsgeschichte vermitteln, den Künstler vorstellen, der den Altar angefertigt hat und die Darstellungen des Altaraufsatzes erläutern.
Name des Stadtführers: Matthias Hochhausen.

Die Stiftsimmunität – Infrastruktur und Abgrenzung zur Stadt Münstermaifeld: Samstag, den 6.9. um 15 Uhr.
Kurzbeschreibung:
Zutritt verboten! Die Stiftsimmunität war ein nach allen Seiten baulich abgegrenzter Bereich – ähnlich einem Kloster – und lediglich den Stiftsherren vorbehalten. Die Bürger der Stadt hatten prinzipiell keinen Zugang. Deren Seelsorge wurde auf andere Weise sichergestellt. Die Führung soll die Stiftsimmunität in Ausdehnung, Infrastruktur und Bestimmung erklären. Ein besonderer Akzent gilt den noch heute vorhandenen Stiftsherrenhäusern und ihren überlieferten Bezeichnungen.

25. August 2014

Die Altäre in der ehemaligen Stiftskirche
Durch Schenkungen und Stiftungen befanden und befinden sich zahlreiche Altäre in der ehemaligen Stiftskirche. In den Regeln und Statuten des Kollegiatstiftes (Ordinationes et Statuta ecclesia collegiatae S. Martini et Severi), von 1593, Seite 24, werden allein 17 Altäre genannt. Der in einem Ausschnitt abgebildete Altar aus Alabaster wurde vom Priester und Kanoniker Balthasar Königs gestiftet und 1597 aufgestellt. Er konnte demnach in der genannten Aufstellung noch keine Erwähnung finden. Der Altar zeigt die Szene des letzten Abendmahls mit Judas im Vordergrund, der noch den Verratslohn von 30 Silberlingen in einem Sack in der Hand hält. Der Altar ist insgesamt sehr aufwändig gestaltet. Balthasar Königs, der Überlieferung nach in Unkel geboren, hat den Bürgereid der Stadt Münstermaifeld im Jahr 1544, also vor genau 470 Jahren abgelegt, war ab 1549 Vikar und ab 1564, also vor genau 450 Jahren, Kanoniker des Stiftes. Er starb am 10.05.1603. Eine Darstellung seines Grabsteins ist überliefert und kann betrachtet werden.
Warum hat Königs ausgerechnet die Abendmahlszene als Altarmotiv gewählt? Was bedeuten die Schriften und anderen Umrahmungen der Szene? Wie konnte er den kostspieligen Altar finanzieren?

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen.
Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt:
Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

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Altar von 1597, gestiftet von Balthasar Königs: Letztes Abendmahl


 

 

18. August 2014

Der ehemalige Bahnhof
Der Überlieferung nach soll Kaiser Friedrich Wilhelm II. (1859-1941) anlässlich eines Aufenthaltes in Münstermaifeld (1906) den Bürgern der Stadt den Bau einer direkten Eisenbahnverbindung nach Koblenz versprochen haben. Tatsächlich wurde zunächst 1914, also vor genau 100 Jahren, der Bahnhof errichtet. Es handelt sich um ein ansehnliches Gebäude mit schiefergedecktem Walmdach und Anbau (siehe beigefügtes Bild). 1916 war der eingleisige Anschluss in Schmalspurbreite nach Polch vollendet und nach einem Umsteigen die Weiterfahrt nach Mayen und Koblenz möglich. Zur Verwendung kamen zunächst Dampf-, (siehe Detail im Bild) später auch Diesellokomotiven. Bereits 1964, also nach und vor ca. 50 Jahren, stellte die Bundesbahn den Personenverkehr auf der Strecke aus Kostengründen ein. Der Güterverkehr wurde noch eine Zeitlang fortgesetzt. Nach Abbau der Gleisanlagen und Umwidmung ist die Bahnstrecke heute ein beliebter Rad(wander)weg. Der ehemalige Bahnhof wurde verkauft und befindet sich seit 1980 in Privatbesitz. Noch heute führt die Bahnhofstraße zu dem Gebäude, das kein Bahnhof mehr ist.
Warum war die Eisenbahnverbindung für Personen schon nach so kurzer Zeit des Betriebes nicht mehr rentabel? Warum wurde der Güterverkehr zunächst fortgesetzt? Wie wird das ehemalige Bahnhofsgebäude heute genutzt?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Alter Bahnhof mit Dampflokomotive im rechten oberen Bildrand

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

11. August 2014

Die Häuser in der Obertorstraße, Teil IV

(Teil I: 20. April 2014, Teil II und III: 9. April 2014)
Das Haus Obertorstraße 26 ist untrennbar verbunden mit der Familie Klee, die 1844, also vor genau 170 Jahren, als erste Münstermaifelder Familie in die USA auswanderte. Das Gebäude dürfte im 17. Jahrhundert erbaut worden sein und zeigt heute eine formschöne, symmetrische Front mit Rundbogenfries unterhalb der Traufe. Im Erdgeschoss, wo sich heute eine Buchhandlung befindet, wurde anfangs eine Gastwirtschaft mit dem Namen „Zur Krone“ betrieben. 1806 kaufte Johannes Jacobus Klee (*06.01.1783 in Münstermaifeld, †19.03.1855 in Delaware, Ohio) das Haus und richtete seine Sattlerei dort ein. Getrieben von Fernweh, aber gegen den Willen seiner Frau Anna Maria (geborene Zentner, *26.02.1791 in Gappenach, †05.01.1873 in Delaware, Ohio) verkaufte die wohlhabende Familie ihren gesamten Besitz und verließ mit sieben Kindern ihre Heimatstadt. Bei der Hausversteigerung erhielt der Kaufmann Peter Schneider den Zuschlag für 2100 Taler.
Welche Faktoren haben das Fernweh bei Johannes Jacobus Klee ausgelöst? Was gab ihm die Zuversicht, es auch in den USA zu schaffen? Welche anderen Familien aus Münstermaifeld sind ausgewandert und welche sind wieder zurückgekehrt?
Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen.
Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt:
Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521
stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

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Haus Obertorstr. 26

Heute:
Buchhandlung im Maifeld
Ulrike Elz-Eichler, Obertorstr. 26
Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr , Fon: 02605-847804
buecher.maifeld@t-online.de

 

5. August 2014

Die Häuser in der Severusstraße
Im Bereich der „Quelle“ (Bur) wurden über Jahrhunderte zahlreiche Berufe ausgeübt und Dienstleistungen erbracht. Wasser war die Grundlage. Die „Quelle“ lieferte Wasser im Überfluss. Nach bestätigten Berechnungen waren es über einen längeren Zeitraum ca. 40.000 Liter pro Tag. Auch die Gerber waren auf die Quelle abgewiesen. Nach der Überlieferung gab es gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Münstermaifeld 6 Gerbereien, davon einige in der Nähe des Bur. Von diesen ist lediglich das abgebildete Gebäude erhalten geblieben. Das Haus Severusstraße 15 wurde zwischen 1868 und 1875 in der ortsüblichen Art mit Bruchstein erbaut und hat seither mehrere Veränderungen erfahren. Heute ist es in Privatbesitz. Der Gerber war für Münstermaifeld ein vergleichsweise „junger“ Beruf. In der zuletzt aufgestellten Steuerliste von 1719 war ein Gerber nicht aufgeführt, obwohl die Verarbeitung von Fellen und Häuten „schon immer üblich“ und auch in Münstermaifeld Bedarf gegeben war. Die Landwirtschaft brauchte Lederprodukte aller Art.
Warum gründeten sich die Gerbereien in Münstermaifeld erst so spät? Wer waren die ersten Gerber und wo hatten sie ihre Häuser? Warum steht nur noch eines davon?

Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Gerberhaus Severusstr. 15

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

27. Juli 2014

Die Häuser in der Pilligertorstraße
Ein Brand im Jahr 1853 zerstörte zahlreiche Gebäude im Bereich der heutigen Pilligertor- und Schebenstraße. Philipp Kohlbecker und Johann Georg Pilger nutzten danach für einige Jahre die Fläche als Garten bevor die Kantonalverwaltung 1864, also vor genau 150 Jahren, begann, darauf ein Gefängnis zu projektieren. Auf dem massiven Gewölbekeller entstand im Erdgeschoss die Dienstwohnung des Gefängniswärters mit Küche, 4 Schlafräumen und Abtritt. Für das Obergeschoss wurden zunächst 4 Gefängniszellen geplant. Einen Abtritt gab es dort nicht. Später wurde die Anzahl der Zellen erhöht und eine Treppe angebaut, die den Insassen den Zugang in den Gefängnishof ermöglichte. Das Gebäude erhielt anfangs die Adresse Pilligertorstraße 164 (heute Nr. 1). 1922 wurde es königlich-preußisches Arresthaus. 1929 wurde das Gebäude mit Auflagen der Stadt Münstermaifeld steuerfrei überlassen. 1937 unterstellte das Deutsche Reich das Gebäude der Reichsjustizverwaltung. Für einige Jahre war Johann Heinrich Adams (Senior) Eigentümer des Hauses und es wechselte damit in Privatbesitz. 1958 erwarben die Vorfahren der heutigen Besitzer das in klassischer Bruchsteinbauweise errichtete ansehnliche Gebäude.
Wo wurden vor dem Bau dieses Gefängnisses Haftstrafen verbüßt? Welche Aufgaben hatte der Gefängniswärter? Wie war die Dienstwohnung gegen den Zellentrakt im Obergeschoss getrennt?
Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt.

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Das ehemalige Gefängnis Pilligertorstr. 1

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

20. Juli 2014

Die Häuser in der Frankenstraße
Handwerker und Dienstleister der Stadt sind gekommen und gegangen. Bis vor wenigen Jahren brauchte man Münstermaifeld nicht zu verlassen, um seinen Bedarf decken zu können. Dort (Frankenstraße 2) wo heute ein Elektrofachgeschäft  betrieben wird, befand sich schon damals die Werkstatt eines Familienbetriebes, nach deren Name sogar eine Straße in der Stadt bezeichnet ist. Heinrich Zilliken (*1841, †1900), Goldschmied und Uhrmacher, baute dieses Haus und errichtete dort sowie auf dem Gelände der heute dahinter liegenden Tankstelle, eine Fabrik. Turmuhren machten sie bekannt und diese wurden für die ganze Umgebung bis zur Mittelmosel, der Eifel und des Hunsrücks, des Rheinlandes und Saargebietes, fast alle in Münstermaifeld gefertigt. Die Münstermaifelder Turmuhr war der letzte Auftrag. Diese, mittlerweile restaurierte Uhr, ist heute im Ratssaal zu bestaunen. Neben dem Uhrenbau war Heinrich Zilliken auch im Stadtrat tätig. Sohn Mathias (*1869; †1918) konnte allerdings den Konkurs der Firma in 1912 nicht verhindern.
Welche Gründe führten zur Errichtung einer Uhrenfabrik in Münstermaifeld? Warum erfolgte der Konkurs und warum nach so kurzer Zeit des Betriebes? Kann man die Zilliken-Uhr im Rathaus besichtigen?
Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Haus Frankenstr. 2
14.7.14

Die zahlreichen Wappen in Münstermaifeld
Wer eine Stadt besucht, „sieht“ vor allem die Gebäude, Plätze, Brücken und Straßen, die den Stolz und Reichtum ihrer Bürger und deren Repräsentanten symbolisieren sollen. Der aufmerksame Besucher erkennt aber auch die unscheinbaren Zeichen, die vielfach Hinweise geben entweder auf die Großzügigkeit ihrer Stifter oder die (un)gewollte Verbundenheit mit dem Landesherrn. Besucher von Münstermaifeld, aber vor allem ihre Einwohner, sehen die verschiedenen Wappen, kennen deren Bedeutung oftmals jedoch nicht. Das beigefügte Bild zeigt das offizielle Stadtwappen von Münstermaifeld. Seine Beschreibung lautet: „In Silber ein offenes rotes Stadttor, darin ein aufrechter, linksgewendeter roter Schlüssel; beiderseits über roter Zinnenmauer je eine zweitürmige, blau bedachte rote Kirche; auf Tor und Türmen goldene Kreuze“. Dieses durch den Preußischen König Wilhelm II. 1901 bestätigte Wappen ist das Bild des seit 1281 bezeugten ältesten Siegels der Stadt. Das mag noch bekannt sein, doch ...

Wo in der Altstadt von Münstermaifeld
findet man das im Bild zu sehende Stadtwappen?

Antworten an nachstehende Telefonnummer erbeten.
Der erste Anrufer mit der richtigen Antwort erhält eine kostenlose Stadtführung für zwei Personen: Telefon 02605 961521

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Stadtführung zu gewinnen!



Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

7. Juli 2014

Die Schallfenster des Glockenturms
Hundertfach fotografiert und dennoch vielleicht verborgen geblieben, erkennt der aufmerksame Betrachter, dass das Westwerk (die Türme der Kirche) auf seiner westlichen Seite (rechtes Bild), auf der dritten und vierten Ebene über jeweils zwei Öffnungen oder Fenster verfügt. Es handelt sich dabei um Schalllöcher für die Glocken des Turmes. Zunächst waren die Glocken auf der dritten Etage angebracht und konnten durch je zwei Schalllöcher sowohl nach Westen als nach Osten ihren Klang verbreiten. Mit dem Bau des gotischen Kirchenschiffes im 13. Jahrhundert wurde das Langhaus mit seinem Dach jedoch so hoch, dass die hinteren (östlichen) Schalllöcher verdeckt wurden (linkes Bild). Um zu gewährleisten, dass die Glocken wieder allseits gehört werden konnten, musste der Turm um eine weitere Etage aufgestockt und die Glocken dorthin höher gehängt werden. Mit der vierten Ebene erhielt der Turm auch seinen charakteristischen Zinnenkranz. Seit diesem Zeitpunkt haben die drei zum Westwerk gehörenden Türme auch die gleiche Höhe.
Warum wurde nicht auch der Turm in gotischem Stil neu gebaut? Um wie viele Glocken handelte es sich? Warum wurde die Erhöhung mit einem Zinnenkranz abgeschlossen?
Neugierig geworden?
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Die Schallfenster des Glockenturms

Treffpunkt der Stadtführung: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

30. Juni 2014

Die Häuser in der Untertorstraße
Bereits auf dem Stich von Braun-Hogenberg von 1576 ist das Haus Untertorstraße 20 zu erkennen, das auf dem beigefügten Detail umrahmt dargestellt wurde. Es stand unmittelbar neben dem Untertor. Nach der Überlieferung handelte es sich um das „Mohrische“ bzw. „Grafische“ Haus, was Rückschlüsse auf den Besitzer zulassen kann. Auf dem Bild selbst ist es ganz links noch an der unterschiedlichen Dacheindeckung zu erkennen. Weitere Gebäudeteile wurden angebaut und bilden heute die Untertorstraße 18. Über einen längeren Zeitraum handelte es sich um eine Immobilie. Später wurde das Haus wieder geteilt und durch verschiedene Eigentümer, die namentlich bekannt sind, genutzt. Auffällig ist der unterschiedliche Baustil der beiden Hauptgebäude, die erst jüngst umfangreich renoviert wurden. Nachbar des Gebäudes war das Heilig-Geist-Hospital (siehe Detail). Links im Bild ist eine Wasserpumpe mit Brunnenrand zu sehen. Es ist wahrscheinlich, dass es sich um den Hospitalbrunnen handelt.
Wann wurden die weiteren Gebäudeteile angebaut? Wer waren die verschiedenen Besitzer? Was kann heute zum Gebäude gesagt werden?
Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

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Untertorstrasse 18-20

24. Juni 2014

Das Rathaus
Ein Rathaus hat nach der Überlieferung „schon immer“ in der Martinstraße 1 gestanden. Es soll im Stil der Gotik und aus Holz errichtet gewesen sein. Mehrere zerstörerische Brände des Hauses führten den Stadtrat dazu, die Errichtung eines steinernen Gebäudes zu beschließen, das, nach dem modischen Geschmack der Zeit, im Stil der Renaissance gebaut werden sollte. Nach insgesamt 8 Jahren konnte im Jahr 1583, also vor genau 431 Jahren, ein Neubau seiner Bestimmung übergeben werden. Brände konnten dennoch nicht vermieden werden, denn sowohl in 1689 als auch in 1691 zündeten französische Truppen das Rathaus an. Der Wiederaufbau begann 1699. Das benötigte Holz für den Dachstuhl und andere Einrichtungen wurde von den Herrn von Eltz gestiftet. Eine neue Rathausglocke wurde 1700 in Kaisersesch gegossen. Jeden Mittwoch 08:00 Uhr läutete sie für den wöchentlichen Gerichtstag. Ende des 18. Jahrhunderts wurde an der nördlichen Seite ein Erweiterungsbau angeschlossen. Vorübergehend in privatem Besitz, ist das Rathaus heute aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Wann ist das erste Rathaus der Stadt nachweisbar? Wer hat den Bau veranlasst und finanziert? Warum haben die Franzosen das Gebäude angezündet und warum so kurz hintereinander? Wer war der zwischenzeitliche private Besitzer und warum hat die Stadt das Rathaus verkauft?

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Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521, stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

9. und 16. Juni 2014

Die Bürgerhäuser in der Obertorstraße, Teil II und III
(Erster Teil weiter unten: 20. April 2014)
Dem aufmerksamen Besucher, der die Obertorstraße hinaufgeht, fällt zur Linken ein vergleichsweise großes Gebäude auf (Nummer 19), das über einen auffälligen Schweifgiebel im Stil der Renaissance verfügt. Vielfältig gegliedert können zwei wuchtige Giebelfelder bewundert werden. Sie sollten den Reichtum des Besitzers unterstreichen. Erbauer des Gebäudes im Jahr 1686 waren der zeitweilige Schöffe, Wirt und Krämer Johan Kirsch und seine Ehefrau Anna Müller. Offensichtlich war den Bewohnern später das Haus zu groß geworden, denn im Jahr 1754, also vor genau 260 Jahren, wurde es geteilt und weitere Personen zogen ein. Im Erdgeschoss betrieben viele Jahrzehnte lang verschiedene Einzelhändler und Dienstleister ihre Geschäfte.
Heute befindet sich ein Lederwarengeschäft mit Sattlerei und Polsterei als Teil des Heimat- und Erlebnismuseums darin.

Haben die verschiedenen Anordnungen der Hölzer in den Giebelfeldern eine Bedeutung? Welche weiteren Bewohner hatten die beiden Häuser im Lauf der Zeit?

Der aufgetragene, verzierte Schriftzug „Zur Burg Eltz“ in der Obertorstraße 28 erinnert an die Zeiten, in denen Einheimische, aber auch zahlreiche Sommerfrischler, Erholung in Münstermaifeld suchten und dazu in die durchaus zahlreichen Gaststätten der Stadt einkehrten. Es ist schon einige Jahre her, dass hier ausgeschenkt wurde. Dabei hat das Haus eine nennenswerte Historie als Gastwirtschaft. Nachdem Franz Schlink das Gebäude am 13.01.1767 gekauft hatte, richtete er einen Schankraum ein und nannte sein Gasthaus „Im Roten Ochsen“. Tatsächlich ist das Gebäude sehr viel früher erbaut worden, was durch die moderne Fassade und Farbgebung ohne weiteres nicht erkannt werden kann. In alter Zeit waren die heutige Obertorstraße 26 und 28 ein Gebäude. Sie wurden später geteilt.

Wann genau wurde das Haus gebaut und wer waren die ersten Besitzer? Wer hat später darin gewohnt und wie lange wurden die Gastwirtschaften betrieben?
Die Teilnahme bei einer Stadtführung wird diese und andere Fragen beantworten.

 

 

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Haus in der Obertorstr. Nr. 19

Haus in der Oberstr. Nr. 28

2. Juni 2014

Die Burg des Grafen Siegfried

Beim Anblick der Stadtansicht Braun-Hogenberg von 1575 erkennt der aufmerksame Betrachter rechts den mit einer eigenen Mauer geschützten Bereich der Quellanlage Bur und einen Turm, welcher der Überlieferung nach zur Burg des Grafen Siegfried von Meinfeld gehörte. Sollte es sich um den Siegfried handeln, der auch an der Schlacht bei Poitiers (732) teilgenommen hat und der mit der Heiligen Genoveva verheiratet war, müsste die Burg rund 1000 Jahre gestanden haben als ihre Reste am 8.6.1774, also vor genau 240 Jahren, abgebrochen wurden. Ihre Steine wurden für den Bau des Pilliger Weges verwendet. Die Stadtansicht von 1575 zeigt, dass die Burg schon gestanden hat, als die Stadtmauer im 13./14. Jahrhundert errichtet wurde. Spaziergänger finden noch heute Fundamentreste der Burg, die im Spätmittelalter so ausgesehen haben könnte, wie im Bild dargestellt.
Warum haben Braun-Hogenberg dem Turm keine Bezeichnung gegeben, wie den anderen Türmen in der Stadtansicht?
Welche weiteren Hinweise zu Graf Siegfried von Meinfeld gibt es? Woher wissen wir, dass Siegfried bei Poitiers gegen die Mauren gekämpft hat?
Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information.

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Burg des Grafen Siegfried

26. Mai 2014

Das Jahr 1914
Vor genau 100 Jahren begann der I. Weltkrieg. In zahlreichen Publikationen wurde auf dieses herausragende Ereignis hingewiesen. Auch in Münstermaifeld wirkte sich dieser Krieg aus, denn mehrere Hundert Söhne der Stadt wurden zum Dienst eingezogen und einige kehrten nicht mehr zurück. Auf dem städtischen Friedhof findet der interessierte Besucher die entsprechenden Gedenk- und Mahnmale. Dennoch entwickelten sich in der Stadt Aktivitäten so, als ob es diesen Krieg gar nicht gäbe: Der Bahnhof (siehe Bild) und die Schmalspurbahn (heute Radweg) wurden gebaut und sollten über mehrere Jahrzehnte einen wirtschaftlichen Aufschwung bewirken. Die elektrische Beleuchtung hielt Einzug und trug dazu bei, dass Brände durch offenes Feuer weitgehend unterbunden werden konnten. Der Arzt Dr. Geiß lässt im ehemaligen Stadtgraben auf Pfählen bautechnisch anspruchsvoll ein Wohnhaus errichten (Propsteihof 3). Im gleichen Jahr brennt aber auch der Marstall ab, der dort stand, wo vor kurzem Rosen dem Garten seinen Namen gaben (siehe Bild).
Wer waren die Männer, die in den Krieg zogen? Welche Konsequenzen hatte ihr Dienst auf die heimische Bevölkerung? Wie war die Kriegsstimmung in Münstermaifeld? Warum wurde die Eisenbahnlinie gebaut?
Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information.
Kontakt: Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521 stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

 

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Alter Bahnhof


Rosengarten

19. Mai 2014

Der Pranger und seine Spitze
In praktisch allen Städten in Deutschland existierten in alter Zeit Pranger, die dazu dienten, Personen, die sich eines Verbrechens nachgeordneter Bedeutung schuldig gemacht hatten, der Bevölkerung zur Abschreckung „am Pranger“ zu präsentieren. Man „prangerte an“. Natürlich hatte Münstermaifeld auch einen Pranger, der der Überlieferung nach mit einer einen Meter hohen Mauer aus Lavasteinen eingefasst war. In der Mitte befand sich ein Mühlstein von dem aus eine sich nach oben verfügende Lavasteinsäule von 10 Metern Höhe befand! Auf deren Spitze war ein Steinblock mit Wetterfahne angebracht. Am Fuß des Prangers befanden sich drei Halseisen, die den Verurteilten je nach Verurteilung für eine unterschiedlich lange Zeit angelegt wurden. Das beigefügte Bild zeigt die Spitze des Prangers mit der Wetterfahne. Diese Spitze wurde vor einigen Jahren auf einem Feld außerhalb der Stadt gefunden. Der aufmerksame Besucher kann die Prangerspitze im Durchgang der Propstei I finden.
Das Detail der Wetterfahne wurde zum Logo der Münstermaifelder Stadtführer.



Wetterfahne

Wann wurde der Pranger in Münstermaifeld entfernt und warum? Wie kam die Prangerspitze auf das Feld außerhalb der Stadt und wieder zurück? Gibt es eine Planung für die Prangerspitze?

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information.

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Seit geraumer Zeit wird versucht, den Text des Steinblocks der Prangerspitze zu entziffern.
Hilfe zur Entzifferung der Prangerspitze ist willkommen.



Prangerbeschriftung

13. Mai 2014

Die Propstei II
Das Kollegiatstift von Münstermaifeld war durch Schenkungen, Käufe und sonstige Einnahmen im Verlauf der Jahrhunderte zu beträchtlichem Reichtum gekommen. Die Verwaltung dieses Wirtschaftsunternehmens machte es deshalb erforderlich, über Büroräume und Lager zu verfügen. Schließlich waren es insgesamt vier Gebäude, die diesem Zweck dienen sollten. Von besonderem Interesse am kommenden Wochenende (16.-18.05.14) ist das Gebäude Propstei II, in dem die Tourist-Information, der Johann-Büchel-Saal und später die Ausstellung zu den Ausgrabungen in 2009/2010 ihrer Bestimmung übergeben werden sollen. Die Propstei II wurde 1820 errichtet und diente zunächst als Nebengebäude. Hauptgebäude war die Propstei I, die bereits 300 Jahre vorher gebaut wurde. Die Propstei II hatte in den 200 Jahren ihrer Existenz mehrere Funktionen zu erfüllen. Überwiegend wurde sie als Verwaltungsgebäude genutzt. Ihr langgestreckter Gewölbekeller wurde viele Jahre als Schießstand verwendet.
Dieser Keller soll in Kürze die Ausstellung aufnehmen.
Dafür stehen rund 160 qm zur Verfügung.
Wer hat den Bau der Propstei II beauftragt und finanziert? Warum war überhaupt ein weiterer Bau für die Propstei erforderlich? Welche Gebäude gehörten insgesamt zur Propstei?

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Propstei I links und II rechts

Neugierig geworden?
Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information

5. Mai 2014

An der Stadtmauer
Als die Stadtmauer von Münstermaifeld noch vollständig war, existierte stadteinwärts ein Gang, der die komplette Mauer entlang führte. Er diente einerseits den Bürgern dazu, bei Alarm ihre Verteidigungspositionen auf der Mauer zu erreichen und andererseits das Vieh, das außerhalb der Stadt weidete, bei Bedarf, am Abend in die Ställe zu führen. Die Johannisgasse, aber eben auch die Straße „An der Stadtmauer“, mussten so breit ausgeführt und frei gehalten werden, dass ein Rind hindurch passte. Noch heute zeugt der so genannte Straßenzug von diesen Verhältnissen. Das beigefügte Bild zeigt den Straßenzug, der beiderseits mit Häusern bebaut ist, deren Bruchsteine mit großer Wahrscheinlichkeit von der Stadtmauer stammen. Die Stadtmauer wurde Anfang des 19. Jahrhunderts auf Abbruch versteigert und ihre Steine für andere Infrastruktur weiterverwendet. Im Hintergrund des Bildes ist der sanierte „Kanonenturm“ zu erkennen, der ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert bildet. Der Turm ist bei Führungen zugänglich.
Die Stadtmauer schützte die Bürger vor Übergriffen, warum wurde sie verkauft? Für welche Gebäude wurden ihre Steine genutzt? Wo ist die Stadtmauer heute noch vorhanden? Können ihre Steine heute gekauft werden?

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Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Führungen finden an allen Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt. Treffpunkt: Tourist-Information. Kontakt:
Matthias Hochhausen, Telefon 02605 961521 stadtfuehrungen@muenstermaifeld.de

28. April 2014

Renaissance-Rathaus und ehemalige Stiftskirche
Der interessierte Besucher, der mit dem Auto von der Autobahn Richtung Burg Eltz fährt, kann leicht das wahrscheinlich schönste Fotomotiv verpassen, das Münstermaifeld zu bieten hat…. Dabei könnte man leicht einbiegen, parken und sich alles in Ruhe anschauen oder erklären lassen. Manch fotogene Persönlichkeit hat sich vor dem Taubenbrunnen ablichten lassen mit dem Renaissance-Rathaus zur Linken und der ehemaligen Stiftskirche im Hintergrund. Auch die Einheimischen wissen vielfach nicht, dass am Platz des Taubenbrunnens einmal ein Trillhaus gestanden hat. Münstermaifeld war einer der wenigen Orte, wo eine solche Einrichtung zu finden war. Einem Vogelkäfig gleich, wurde darin ein Verbrecher zur Schau gestellt und den Schmähungen der Bevölkerung ausgesetzt. Und alles das unter den Augen der Justitia und der Veritas, die auf dem Sims der geschwungenen Giebel des Rathauses dem Treiben zugeschaut haben. Kann man sich vorstellen, dass die Stadt wegen klammer Kassen einmal das Rathaus an einen Privatmann verkauft hat? Gott sei Dank hat sie diesen Fehler wieder wett und den Kauf rückgängig gemacht.
Welche Gebäude stehen links und rechts am Bildrand? Warum wehen Fahnen auf dem Turm der ehemaligen Stiftskirche? Was wissen wir sonst noch vom Renaissance-Rathaus?

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Neugierig geworden?

Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen.

 

20. April 2014

Die Bürgerhäuser in der Obertorstraße, Teil I
Im Volksmund wurde/wird das Haus Obertorstraße 38
'Wirtz’sches Haus' genannt, weil der Schöffe und Stadtschultheiß Wirtz einmal sein Besitzer war. In den sieben Jahrhunderten seines Bestehens hatte dieses Haus allerdings zahlreiche weitere Besitzer. Dem interessierten Betrachter präsentiert sich ein unterkellertes Gebäude mit form- und farbschöner Fassade und drei Geschossen. Die Seitenwand aus Bruchstein zeigt, dass sich dieses Haus von anderen mit Fachwerkgeschossen unterscheidet. Die massive Bauweise ließ das Haus die drei großen und mehrere kleinere Brände in der Stadt ohne größere Schäden überstehen.
Erbaut im 14. Jahrhundert (14 Seculo, zu lesen an der Haustür) war es das letzte Gebäude der Stadt vor dem Obertor, direkt an der Stadtmauer gelegen (siehe Ausschnitt aus dem Stich von Braun-Hogenberg aus dem Jahr 1576). Der Überlieferung nach diente es zeitweilig auch als Herberge für sich auf der Walz befindliche Wanderer. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz.
Wer waren die Erbauer dieses massiven Hauses? Welche weiteren Besitzer des Hauses können benannt werden? Gibt es ein Verzeichnis über die aufgenommenen Wandergesellen?

Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung.

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Haus Obertorstraße 38
'Wirtz’sches Haus'

13. April 2014

Die Grablegung Jesus in der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld
Beim Rundgang durch die ehemalige Stiftskirche findet der interessierte Besucher an der Nordwand die in natürlicher Größe dargestellte und in Stein gefertigte Grablegung Jesus, auch „Heiliges Grab“ genannt. Nur Kirchen von besonderer Bedeutung verfügen über ein solches Kunstwerk. Die Skulpturengruppe wurde Ende des 15./Anfang des 16.Jahrhunderts von einem unbekannten Künstler geschaffen. Sie zeigt den Moment in dem die beiden Totengräber, der Ratsherr Joseph von Arimathia (links) und Nikodemus (rechts), den Leichnam mit einem Tuch bedecken, um ihn in das Grab zu legen. Die Szene wird begleitet von fünf Jesus nahe stehenden Personen. V. l. zu sehen sind: Maria, die Mutter Jesus, Johannes, sein Lieblingsjünger und drei Frauen, deren Identität nicht ganz klar ist. Sicher ist Maria Magdalena, vermutlich in der Mitte.
Maria Kleophas und Maria Salome könnten die anderen Frauen sein.
Diese waren gekommen, um den Leichnam zu salben. Die Personen wurden innerhalb der Gruppe mehrfach umgesetzt. Noch bis vor wenigen Jahren befanden sich die Marien nebeneinander in der Mitte. Nachdem die Skulpturengruppe Schäden genommen hatte, wurde sie restauriert und zeitgerecht für das Osterfest am Gründonnerstag, 21.04.1791 (also vor genau 223 Jahren),
feierlich wieder aufgestellt.
Warum ist nicht ganz klar, um welche Marien es sich genau handelt? Warum wurden die Figuren umgruppiert?

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Neugierig geworden? Wir ermuntern Sie, bei der Besuchsplanung von Freunden und Verwandten, eine Kirchen- und/oder Stadtführung mit einzuplanen. Sie werden überrascht sein von der vielfältigen Geschichte unserer Stadt mit ihrer Kirche, ihren Gebäuden und Plätzen. Wir bitten Sie dazu um eine Anmeldung.

10. März 2014

Berühmte Söhne und Töchter der Stadt Münstermaifeld
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war er gleichzeitig Weihbischof und Generalvikar des Bistums Trier
(ab 11.08.1557), nach päpstlicher Ernennung Titularbischof
(1557-1578) von Azotus (Aschdod; Stadt im Süden Israels), Abt der Benediktinerabtei St. Martin (Trier), Kanzler der Universität Trier und Kanoniker in Münstermaifeld. Daneben hatte er unter anderen nacheinander mehrere bedeutende Ämter und Funktionen inne: Abt in Irsch, Generalvikar des Klosters Maria Laach, Pfarrer in Andernach, Vallendar und Weilburg.
Gregor (von) Virneburg OSB (Ordo Sancti Benedicti) wurde im Jahr 1510 oder 1515 in Münstermaifeld geboren (Das Geburtsjahr ist auf der Urkunde im Landeshauptarchiv schwer lesbar). Sein Vater war der Schöffe Johann (von) Virneburg, seine Mutter ist unbekannt. Kurfürst Johann Ludwig von Hagen schickte Gregor zum Studium der Theologie nach Ingolstadt. Sein Lehrer dort war der berühmte Luthergegner Johann Eck. Ab 1544 (also vor 470 Jahren) war er 16 Jahre lang Kanoniker im Kollegiatstift St. Martin und St. Severus in Münstermaifeld. Von dort wurde Gregor vom Kurfürsten in Trier mehrfach in das rechtsrheinische Weilburg geschickt, um dort gegen den Protestantismus zu predigen. 1560 verzichtete er auf dieses Kanonikat zugunsten seines Bruders Stephan (ebenfalls in Münstermaifeld geboren).

Im selben Jahr trat er in den Benediktinerorden in Trier ein.
Gregor starb am 30.06.1578 in der Abtei St. Martin, die wohl im 6. Jahrhundert gegründet wurde.
Sein Grab ging mit dem Abriss der Abteikirche 1804 verloren.
Warum ist Gregor von Virneburg in Münstermaifeld geboren?
Wo verbrachte er Kindheit und Jugend?
Wie kam er in Kontakt mit der Kirche und theologischen Berufen?
Welche Spuren hat Gregor in Münstermaifeld hinterlassen?